Südwestmetall

Arbeitgeberanteil in der Krankenversicherung

landesweit in BW | 14.01.2018

Arbeitgeberanteil in der Krankenversicherung. Foto: ©Sonar / depositphotos.com
Arbeitgeberanteil in der Krankenversicherung. Foto: ©Sonar / depositphotos.com

Aalen: Der Geschäftsführer des Arbeitgeberverbands Südwestmetall in Ostwürttemberg, Jörn P. Makko, appellierte an die Parteien einer möglichen Großen Koalition, den Arbeitgeberanteil am Beitragssatz der gesetzlichen Krankenversicherung weiter bei 7,3 Prozent festzuschreiben.

„Eine Rückkehr zu einem paritätischen Beitragssatz von Arbeitgebern und Arbeitnehmern hätte erhebliche negative Wirkungen auf das Wirtschaftswachstum und die Beschäftigung“, warnte Makko: „Denn sie würde die ohnehin schon hohen Arbeitskosten weiter nach oben treiben und damit die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen weiter beeinträchtigen.“ Nach einer Berechnung des Instituts der deutschen Wirtschaft würde die durch einen paritätischen Beitragssatz ausgelöste Steigerung der Lohnnebenkosten die Arbeitslosenzahlen im Laufe der nächsten zehn Jahre um mehr als 300.000 steigen lassen.

Makko betonte, dass bereits heute die Finanzierung der Krankheitskosten mehrheitlich von den Arbeitgebern getragen werde: „Inklusive der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall liegt der Anteil der vom Arbeitgeber getragenen Kosten bei 11,2 Prozent.“ Beschäftigte kämen trotz Zusatzbeitrag von 1,1 Prozent und Zuzahlungen zu Medikamenten und anderen Leistungen auf einen rechnerischen Gesamtbeitrag zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung von 8,7 Prozent. Vor dem Hintergrund, dass der durchschnittliche Zusatzbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung in diesem Jahr auf 1,0 Prozent sinken soll, werde sich die ungleiche Lastenverteilung bei der Krankheitskosten-Finanzierung voraussichtlich weiter zu Gunsten der Versicherten verschieben. Makko: „Eine echte paritätische Finanzierung der Krankheitskosten wäre für die Arbeitnehmer also ein deutliches Minus-Geschäft.“

V.i.S.d.P.: Südwestmetall

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