Hochschule Konstanz

Tag der Logistik feiert besondere Premiere

Hochrhein-Bodensee | 03.05.2017

Die ersten Preisträger sind Julian Muffler (zweiter v.l.) und Jan Heggelin (dritter v.l.) Foto: Hochschule Konstanz
Die ersten Preisträger sind Julian Muffler (zweiter v.l.) und Jan Heggelin (dritter v.l.) Foto: Hochschule Konstanz

Konstanz: Mit dem 13. Logistik-Praxisseminar hat sich die HTWG Hochschule Konstanz am bundesweiten „Tag der Logistik“ beteiligt. In diesem Jahr mit einer Besonderheit: Zum ersten Mal wurde der Gabriele und Heinrich Grieshaber-Preis für „Logistik und Unternehmensführung“ für herausragende Abschlussarbeiten verliehen.

Als Gabriele Mildenberger, heute Gabriele Grieshaber, 1968 zum ersten Mal als Architekturstudentin der Hochschule Konstanz in der Aula am Seerhein saß, hätte sie wohl nicht gedacht, dass sie knapp 50 Jahre später im gleichen Raum vor Studierenden und Professoren stehen wird. Nicht anders ging es ihrem Mann, der an der gleichen Hochschule Maschinenbau studiert hat. Nun waren sie beide gekommen, um Studierende auszuzeichnen und ihnen Mut zu machen. Zum ersten Mal verliehen sie den Gabriele und Heinrich Grieshaber-Preis für „Logistik und Unternehmensführung“ für herausragende Abschlussarbeiten. „Es ist für uns Gold wert, dass wir den Weg zurück gefunden haben zu der Schmiede, die uns unseren erfolgreichen Weg eröffnet hat“, sagte Heinrich Grieshaber.
Heinrich Grieshaber sen. hatte 1951 das Fuhrunternehmen Grieshaber im Südschwarzwald gegründet. Heute ist es ein Logistik-Unternehmen mit rund 70 Millionen Euro Umsatz, 13 Logistik-Zentren und mehr als 600 Mitarbeitern. Heinrich Grieshaber jun. und seine Frau haben nach ihrem Studium in Konstanz die GRIESHABER Logistik GmbH aufgebaut, die vom innerdeutschen Landtransport bis hin zu multimodalen und globalen Projekttransporten die ganze Bandbreite eines modernen Logistikunternehmens anbietet. Die von dem Unternehmerpaar gegründete Gabriele und Heinrich Grieshaber Stiftung hat in diesem Jahr zum ersten Mal den Ehrenpreis ausgelobt, der jeweils für einen Bachelor- und einen Masterabsolventen mit 1500 Euro dotiert ist. 

Bachelor-Abschluss

Julian Muffler wurde für seine herausragende Bachelor-Abschlussarbeit ausgezeichnet, die er bei der Singener Firma Elma Schmidbauer GmbH zum Thema Optimierung des Beschaffungs- und Materialprozesses durch ein C-Teile-Management geschrieben hat. Im Fokus stand dabei eine quantitative Analyse und Festlegung verschiedener Produktgruppen für C-Teile sowie die Bewertung von C-Teile-Management-Anbietern. Anhand eines Bewertungsmodells konnten dem Unternehmen Handlungsempfehlungen ausgesprochen werden.
Nicht nur bei der Bearbeitung dieser Arbeit, sondern während seines gesamten Studiums sei Julian Muffler durch seine Zielstrebigkeit aufgefallen. Prof. Dr. Michael C. Hadamitzky würdigte seine hohe Sozialkompetenz und sein vielseitiges Interesse: „Herr Muffler hat Freude an der praktischen Problemlösung. Er will etwas umsetzen und kann etwas umsetzen.“ Der gebürtige Konstanzer, der das BWL-Studium an die Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann anschloss, studiert nun im Master Unternehmensführung an der HTWG. 

Master-Abschluss

Jan Heggelin aus Badenweiler wurde für seine herausragende Abschlussarbeit im Master-Studiengang Mechanical Engineering and International Sales Management geehrt. Der Titel der Arbeit, in der es um die Beurteilung des digitalen Reifegrads von Unternehmen ging, lautete „Digital Maturity". Jan Heggelin hat ein eigenständiges Bewertungsverfahren entwickelt, mit dem Unternehmen ihre Fitness für die digitale Transformation beurteilen können. Mit Hilfe eines Assessment-Tools können Unternehmen anhand von 165 Fragen analysieren, wie gut sie auf die Digitalisierung und somit unter anderem auf Konzepte wie „Industrie 4.0“ und das „Internet of Everything“ vorbereitet sind. Heggelin beurteilte die Arbeit selbst als „hochinteressant und spannend. Das Thema hätte aktueller nicht sein können.“ Prof. Hadamitzky bescheinigte ihm in seiner Laudatio, eine außerordentliche Leistung erbracht zu haben. „Herr Heggelin setzt sich schon immer gerne mit dickeren Brettern auseinander. Er arbeitet akribisch und hinterfragend. Ich rate ihm dringend, eine akademische Laufbahn einzuschlagen“, sagte Hadamitzky. 

Tag der Logistik

Unser Alltag wäre ohne eine intelligente Logistik nicht mehr vorstellbar. Die Herausforderungen, denen sich dieser Wirtschaftsbereich zu stellen hat, hat auch in diesem Jahr der bundesweite „Tag der Logistik“ wieder in das Bewusstsein gerückt. Im Zentrum stand das Anliegen, Strategien und Konzepte zur „Mobilität und Logistik in der digitalen Welt“ aufzuzeigen.
Bereits in 13. Auflage hat Prof. Dr. Michael C. Hadamitzky, Professor für Logistik an der Fakultät Wirtschafts-, Kultur- und Rechtswissenschaften, den Aktionstag an der Hochschule organisiert. Dass dies der richtige Ort ist, um über Logistik zu sprechen, betonte Prof. Dr. Oliver Haase, Vizepräsident Forschung, in seinem Grußwort. Schließlich sei die Branche mit der Hochschule durchaus vergleichbar: beide seien hochkomplex, erfordern die Interaktion verschiedener Disziplinen, praktikable Umsetzungen – und beide sind Innovationstreiber.
Wie Innovationen die Logistikbranche revolutionieren, zeigten die beiden Redner im Vortragsprogramm: Markus Stricker, Partner und Managing Director von A.T. Kearney in Zürich, stellte Lösungskonzepte der digitalen Lieferkette an ausgewählten Fällen vor. Michael Reichle, CEO und Geschäftsführer der Siemens Postal, Parcel & Airport Logistics GmbH in Konstanz, beeindruckte die Zuhörerinnen und Zuhörer mit Lösungen der „Digitalisierung in Logistikketten – von der Sortieranlage bis zur Kollaborationsplattform“. Prof. Dr. Hadamitzky fasste die Faszination im Saal zusammen: „Es ist begeisternd zu sehen, wie die Welt aus Konstanz heraus verändert wird.“
Bundesweit gewähren Unternehmen und Organisationen an diesem Informationstag Einblicke in die Vielfalt der Aufgaben im Wirtschaftsbereich Logistik.

V.i.S.d.P.: Hochschule Konstanz

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