Hochschule Pforzheim

Forschung zu metallischen Schäumen

Nordschwarzwald | 02.10.2017

Wissenschaftler und Kooperationspartner des Projekts InSeL an der Hochschule Pforzheim. Foto: Hochschule Pforzheim
Wissenschaftler und Kooperationspartner des Projekts InSeL an der Hochschule Pforzheim. Foto: Hochschule Pforzheim

Pforzheim: Hohe Festigkeit bei geringem Gewicht – diese besonderen Eigenschaften sollen metallische Schäume in sich vereinen und für die Industrie nutzbar gemacht werden. Seit März dieses Jahres wird an der Hochschule und weiteren Einrichtungen im Rahmen des Projekts „InSeL“ an dieser neuen Werkstoffklasse geforscht. Am Donnerstag, den 14. September, trafen sich Wissenschaftler und Kooperationspartner des Projekts zu einer ersten gemeinsam Veranstaltung an der Hochschule Pforzheim. Sowohl die Ziele als auch die Arbeit an den einzelnen Standorten waren Thema dieses Treffens.

Im Rahmen des Projekts „Innovative Schaumstrukturen für effizienten Leichtbau“ (InSeL) wird in den kommenden drei Jahren an der Entwicklung neuartiger Hybrid-Leichtbauwerkstoffe mit hoher Eigenfestigkeit für eine funktionsoptimierte Anwendung geforscht. Der Schwerpunkt liegt in der Entwicklung von funktionsoptimierten metallischen Werkstoffen für die industrienahe Anwendung, die keine aufwendigen Zusatzmaßnahmen erfordern.

Die Forschung gliedert sich in die Bereiche Modellentwicklung, Materialsynthese und Eigenschaftscharakterisierung auf. „Wir verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz, der neben der Entwicklung ganz neuer zellulärer Leichtbauwerkstoffe, auch ein oder mehrere neue Verfahren zu ihrer Herstellung hervorbringen wird“, erklärt Professor Dr.-Ing. Norbert Jost, wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Werkstoffe und Werkstofftechnologien (IWWT) der Hochschule Pforzheim und Leiter des Projekts. „Damit kann neben der optimalen Anwendungsanpassung auch ressourcenschonend produziert und so letztlich der Umwelt- und Klimaschutz nachhaltig unterstützt werden.“

Das Potenzial moderner Leichtbauwerkstoffe ist immens. Ebenso die Nachfrage, den richtigen Werkstoff für industrielle Anwendungsfälle zu finden. Oft muss durch aufwendige konstruktive Maßnahmen der Leichtbauwerkstoff für seinen realen Einsatz erst nutzbar gemacht werden. Ursächlich dafür sind die elastische und plastische Verformbarkeit sowie die häufig geringe Steifigkeit von Leichtbauwerkstoffen. Offenporige Metallschäume in Form neuer Hybride könnten diese Lücke schließen, da sie sich durch vielversprechende Eigenschaften, wie eine sehr hohe und vor allem an den Anwendungsfall anpassbare spezifische Steifigkeit und Festigkeit, auszeichnen. Gleichzeitig bestechen sie durch ein effizientes Dämpfungsverhalten bei äußerst geringem Gewicht.

V.i.S.d.P.: Hochschule Pforzheim

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