Hochschule Pforzheim

Heißluftgerät für den Spritzguss

Nordschwarzwald | 09.10.2017

Ziel war ein Heißluftgerätes, das eine schnelle Erwärmung der Spritzgießwerkzeugen erlaubt. Foto: Hochschule Pforzheim
Ziel war ein Heißluftgerätes, das eine schnelle Erwärmung der Spritzgießwerkzeugen erlaubt. Foto: Hochschule Pforzheim

Pforzheim: Zwei Jahre wurde an der Fakultät für Technik der Hochschule Pforzheim an der Entwicklung eines Heißluftgerätes für den Spritzguss geforscht. Im August 2017 hat das Projekt „HEIS“ nun erfolgreich seinen Abschluss gefunden. Gemeinsam mit Vertretern des Partners aus der Industrie trafen sich die Pforzheimer Wissenschaftler zum Abschlusstreffen des Projekts, um über die erreichten Ergebnisse zu diskutieren.

Ziel des Projektes „HEIS - Heißluftmodul für energieeffiziente Impulserwärmung von Spritzgießwerkzeugen“ war die Entwicklung eines Heißluftgerätes, das eine schnelle Erwärmung der formgebenden Oberfläche von Spritzgießwerkzeugen erlaubt. Dieses konnte vollständig erreicht werden. Die gute Zusammenarbeit zwischen dem Forscherteam um Professor Dr. Gerhard Frey von der Hochschule Pforzheim und dem Projektteam von Varioplast unter Leitung von Herrn Edwin Neugebauer war eine wichtige Grundlage für den Erfolg. Die im kunststofftechnischen Labor der Hochschule Pforzheim erarbeiteten Lösungen wurden bei Varioplast erfolgreich in die Fertigung integriert. Damit stehen die Projektpartner für einen unkomplizierten und effektiven Wissenstransfer mit besten Ergebnissen. Synergiepotenziale wurden früh erkannt und konnten durch die wechselseitigen Erfahrungen reibungslos in ein innovatives Fertigungsverfahren übergehen.

„Mit diesem Verfahren lassen sich Visionen verwirklichen – Einbauteile aus Kunststoffen mit perfekter Oberfläche, die präzise und komplex gefertigt werden können, sind von zentraler Wichtigkeit“, macht Gerhard Frey die Bedeutung der Forschung für die Technik deutlich. Michael Däbritz, geschäftsführender Gesellschafter der Varioplast Konrad Däbritz GmbH, stellt das Potential für die wirtschaftliche Fertigung von anspruchsvollen Systembauteilen aus Kunststoffen heraus: „Ohne aufwändige Werkzeuganpassungen lässt sich das System in die Fertigung integrieren, wir werden damit schneller und noch zuverlässiger“.

Aus technischer Sicht sind die Ergebnisse sehr erfolgreich und stellen einen neuartigen Ansatz der Werkzeugtemperierung beim Spritzgießen dar. Die beim Spritzgießen entstehende Bindenaht, die nicht nur das Oberflächenfinish stört, sondern auch Qualitätseinbußen mit sich bringt, kann nahezu vermieden werden. Gleichzeitig weist das Bauteil eine wesentlich höhere Festigkeit auf. Aus Sicht der Projektpartner ist das entwickelte Gerät serientauglich und besitzt ein gutes Vermarktungspotential für die kunststoffverarbeitende Industrie.

V.i.S.d.P.: Hochschule Pforzheim

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