Landratsamt Ostalbkreis

Das Jahr 2017 im Ostlabkreis

Ostwürttemberg  | 20.12.2017

Auf der Arbeitsmarktkonferenz. Foto: Landratsamt Ostalbkreis
Auf der Arbeitsmarktkonferenz. Foto: Landratsamt Ostalbkreis

Aalen: mit einer Arbeitslosenquote von 2,7 Prozent präsentiert sich der Ostalbkreis dank guter Auftragslage bei den Unternehmen und hohem Konsumverhalten der Bevölkerung. Auch bei den Finanzen der Landkreisverwaltung können wir am Ende dieses Jahres dank der positiven Entwicklung der Steuereinnahmen mit einer Punktlandung rechnen.

Trotz dieses Rekords auf dem Arbeitsmarkt haben wir im Mai erstmals eine Arbeitsmarktkonferenz im Aalener Landratsamt mit rund 150 Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Politik, Verbänden, Kirchen, sozialen Einrichtungen und Verwaltung initiiert, um uns über Fakten und Forschungsergebnisse zum Arbeitsmarkt der Zukunft zu informieren sowie Impulse für künftige Entwicklungen und Anforderungen im Ostalbkreis zu erhalten.

Zwei Wermutstropfen mindern jedoch das positive Gesamtbild: Zum Einen ist der Zuschussbedarf für den öffentlichen Personennahverkehr und die Schülerbeförderung gegenüber den ursprünglichen Kalkulationen um weitere knapp 3 Millionen Euro gestiegen. Zum Anderen ist bei den Kliniken Ostalb ein deutlich höheres Defizit aufgelaufen, als geplant war. Angesichts der ansonsten guten Ergebnisse im Kreishaushalt können wir diese zusätzlichen Defizite aber ausgleichen.

Wie vom Kreistag im vergangenen Jahr beschlossen, haben wir unsere drei kreiseigenen Kliniken zum 1. Januar dieses Jahres in eine selbstständige gemeinnützige kommunale Anstalt, die „Kliniken Ostalb“, überführt. Mit einem Konsolidierungskonzept sollen die „Kliniken Ostalb“ in den kommenden Jahren wieder ausgeglichene Ergebnisse erzielen können. Notwendig sind dazu neben der organisatorischen und juristischen Zusammenführung auch Strukturveränderungen im medizinischen Bereich. In einem ersten Schritt werden dazu die beiden Kinderkliniken am Standort Aalen und am Standort Mutlangen zu einer Abteilung unter einem Chefarzt zusammengeführt, wie dies das vom Kreistag im Sommer dieses Jahres beschlossene „Medizinkonzept 2020“ vorsieht. Weitere Schwerpunktbildungen und Spezialisierungen bei einem qualitativ hochwertigen Grundangebot an allen drei Klinikstandorten werden folgen müssen.

Ebenso erfreulich ist der Erfolg der neuen fiftyFifty-Taxi-App, die sich seit ihrem Start mehr als 10.000 junge Menschen auf ihr Smartphone geladen haben. Dank der großzügigen finanziellen Unterstützung von Unternehmen aus dem Ostalbkreis können so jedes Wochenende mehrere hundert Jugendliche sicher nachts nach Hause kommen. Auf das 10-jährige Bestehen kann in diesem Jahr OstalbMobil zurückblicken. Gestartet zunächst als Tarifkooperation des Ostalbkreises und aller Verkehrsunternehmen arbeitet OstalbMobil inzwischen als GmbH mit derzeit 22 beteiligten Bus- und Bahnunternehmen, sodass die Verbundaufgaben vom Geschäftsbereich Nahverkehr des Ostalbkreises seit Mitte 2015 von dieser GmbH erledigt werden.

Mit Blick auf den sich immer deutlicher abzeichnenden Fachkräftemangel auch in unserer Region sind wir bestrebt, unsere jungen Menschen so gut wie möglich zu qualifizieren. Neben den vielfältigen Projekten, die das Bildungsbüro der Landkreisverwaltung in Sachen Übergang Schule und Beruf anbietet, haben im Sommer dieses Jahres alle Beruflichen Schulzentren des Kreises Kooperationsvereinbarungen mit allgemein bildenden Schulen geschlossen. Dadurch wollen wir es Schülerinnen und Schülern ermöglichen, ganz gezielt eine individuelle Wahl treffen zu können, wie es nach der Sekundarstufe I weitergehen soll. Mit umfangreichen Informations- und Beratungsangeboten wollen wir die Jugendlichen bei ihrer Entscheidung für eine Ausbildung oder eine Fortsetzung ihrer schulischen Laufbahn kompetent unterstützen. Auch die Ausbildungs- und Studienmessen oder die jährlich von uns veranstalteten Bildungskonferenzen – zur diesjährigen Konferenz konnten wir den ehemaligen Kulturstaatssekretär Julian Nida-Rümelin als Hauptredner begrüßen – sind Teil dieses Angebotes, mit dem wir selbstverständlich auch junge Migrantinnen und Migranten ansprechen.

Nicht nur Industrie und Dienstleistung, sondern auch dem Sektor Landwirtschaft kommt im Ostalbkreis eine hohe Bedeutung zu, fungieren die Landwirte doch als Lebensmittelerzeuger und prägen und pflegen unsere Kulturlandschaft nachhaltig. Um die Herausforderungen der heimischen Landwirtschaft einerseits, andererseits aber vor allem die Leistungen der Bauern im Ostalbkreis transparent darzustellen, hat der Ostalbkreis im Frühjahr deshalb gemeinsam mit dem Bauernverband Ostalb e.V. eine Imagekampagne gestartet. Neben Banneraktionen und Veranstaltungen war zentraler Bestandteil der Kampagne eine Artikelserie in der regionalen Presse und Social Media.

Mit der Unterzeichnung der „Charta der Vielfalt“ zu Beginn dieses Jahres haben wir demonstriert, dass wir als Landkreisverwaltung frei von Vorurteilen sein wollen. Wir wollen allen Beschäftigten ein vorurteilsfreies und wertschätzendes Arbeitsumfeld bieten und die Themen Gleichstellung, Integration, Inklusion und Partizipation voranbringen. Dazu gehört auch der Gleichstellungsaktionsplan, den der Kreistag im März dieses Jahres verabschiedet hat und der verbindliche Ziele und Maßnahmen für die Gleichstellung von Frauen und Männern festlegt. Ein weiterer Baustein in diesem Kontext ist der Chancengleichheitsplan, den wir erst jüngst im zuständigen Kreistagsausschuss präsentiert haben und der Maßnahmen zur tatsächlichen Chancengleichheit von Männern und Frauen in der Landkreisverwaltung aufzeigt. Mit dem Projekt „Verwaltung für ALLE“ sind wir darüber hinaus dabei, uns intensiv mit dem Thema Inklusion zu befassen, um bauliche Barrieren in unseren Dienststellen abzubauen, die Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Internetzugang zu vereinfachen und Inklusionsbegleiter innerhalb der Kreisverwaltung auszubilden.

V.i.S.d.P.: Landratsamt Ostalbkreis

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