Landratsamt Ostalbkreis

Weitere 1,4 Mio. Euro für Breitband-Förderung

Ostwürttemberg  | 04.12.2017

S. Vetter nahm den Förderbescheid entgegen. Foto: Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg
S. Vetter nahm den Förderbescheid entgegen. Foto: Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg

Aalen: Rund 24 Millionen Euro für 56 Breitband-Projekte reichte der Amtschef im Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration, Ministerialdirektor Julian Würtenberger, vergangene Woche in Stuttgart an Kreise und Kommunen aus. Der Ostalbkreis erhielt für die Erstellung von Ringschlüssen des kreisweiten Backbone-Ausbaus 1,3 Mio. Euro, die Gemeinde Unterschneidheim konnte einen Bescheid über 190.000 EUR entgegennehmen.

„Wir wollen in Baden-Württemberg mit Hochgeschwindigkeit ins digitale Zeitalter starten. Die Digitalisierung ist der Megatrend dieses und des kommenden Jahrzehnts und berührt alle Lebensbereiche. Eine flächendeckende und leistungsstarke digitale Infrastruktur ist die Lebensader einer digitalen Gesellschaft. Dafür nehmen wir ordentlich Geld in die Hand“, sagte Würtenberger. „Gerade für das Flächen- und Technologieland Baden-Württemberg ist die Versorgung mit schnellem Internet nicht nur irgendein Standortfaktor, sondern ganz entscheidend für unsere Zukunftsfähigkeit. Der flächendeckende Breitbandausbau ist für Baden-Württemberg und Deutschland eine der wichtigsten Infrastrukturaufgaben, die wir nur gemeinsam mit dem Bund und den Kommunen meistern können. Wir unterstützen das Förderprogramm des Bundes deshalb auch mit zusätzlichen Mitteln aus unserem Landeshaushalt.“

2017 wurden bereits über 500 Breitband-Projekte mit einer Gesamtfördersumme in Höhe von rund 127 Millionen Euro bewilligt, das entspricht einer Investition von etwa zwei Millionen Euro pro Woche in die digitale Infrastruktur. „Wir haben damit in einem Jahr bereits mehr in den Ausbau der digitalen Infrastruktur investiert als in der gesamten vorigen Legislatur“, so Amtschef Julian Würtenberger. Bei der aktuellsten bundesweiten Erhebung zur Jahresmitte 2017 ist bereits für 78 Prozent aller Haushalte in Baden-Württemberg ein Internetanschluss mit mindestens 50 Mbit/s und mehr verfügbar, über 67 Prozent der Haushalte haben Zugang zu Internetanschlüssen mit Downloadraten von mehr als 100 MBit/s. Baden-Württemberg liegt damit im Spitzenfeld der Flächenländer.

Die Versorgung mit schnellem Internet ist grundsätzlich Aufgabe der privaten Telekommunikationsunternehmen. Von staatlicher Seite werden daher in erster Linie optimale Rahmenbedingungen für den Ausbau von nachhaltigen und vordringlich glasfaserbasierten Hochgeschwindigkeits-netzen geschaffen. Dort, wo die privaten Telekommunikationsanbieter nicht investieren, kommt der kommunale Breitbandausbau mit staatlicher Hilfe ins Spiel. Genau an dieser Stelle setzt das Landesförderprogramm an. Beim Förderprogramm der baden-württembergischen Landesregierung geht es darum, den flächendeckenden Breitbandausbau voranzubringen und auch gerade ländlich geprägte Gegenden nachhaltig attraktiv zu gestalten – als Wohnort, Wirtschaftsstandort und Tourismus-Ziel.

V.i.S.d.P.: Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration

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