Heidelberger Druckmaschinen AG

Das Besondere kommt an

Rhein-Neckar  | 15.12.2017

Kunst- und Werbedruck investierte in ein Gesamtpaket im Umfang von über 9 Millionen Euro. Foto: Heidelberger Druckmaschinen AG
Kunst- und Werbedruck investierte in ein Gesamtpaket im Umfang von über 9 Millionen Euro. Foto: Heidelberger Druckmaschinen AG

Heidelberg: Es lohnt sich für Unternehmen, ihr Geschäftsmodell zu hinterfragen, neu anzufangen und dann durchzustarten. So geschehen bei der Firma Kunst- und Werbedruck (K + W) in Bad Oeynhausen. Ende 2013 verabschiedete sich K + W vom Rollenoffsetdruck sowie einem Bauchladen an unterschiedlichsten Maschinen und setzt seither konsequent auf den Bogenoffsetdruck im Format 3B und eine hohe Fertigungstiefe. Als Partner wurde die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) gewählt, die bereits 2012 die erste Speedmaster XL 105 und dann im Jahr 2014 eine zweite Speedmaster XL 106, dieses Mal als Wendemaschine, sowie mehrere Maschinen in der Weiterverarbeitung installierte.

„Wir bieten die „Alles aus einer Hand“- und „Geht nicht – gibts nicht“-Lösungen an“, beschreibt Stefan Belte den neuen Ansatz. Er ist gemeinsam mit Frank Pieper seit 2010 als Geschäftsführer bei K + W tätig. „Wir suchen jedwede Herausforderung, sei sie technisch, wirtschaftlich, organisatorisch oder logistisch und liefern immer das Besondere“, so das Erfolgsrezept.

„Andersartigkeit“ als Marke
Mehr als 100 Mitarbeiter produzieren für die überwiegend nationalen Kunden meist komplexe und anspruchsvolle Drucksachen, wie Broschüren, Kataloge, Bücher, Kalender und Prospekte. Beliefert werden oft die Marktführer der Branchen aus Industrie, Handel, Banken, Automotiv, Pharma und Verlage, die das Besondere suchen und bei K + W auch erhalten.

Die Druckobjekte werden immer aufwändiger und es wird nach optischen und haptischen Reizen gesucht. „Wir beobachten beispielsweise die Renaissance des klassischen Katalogs, dies in verringerter Auflage, dafür aber in vielen Sprachversionen und mit Veredelungen. Die Liefertermine werden dabei immer enger“, bestätigt Frank Pieper. Um all dies noch besser und wirtschaftlicher umsetzen zu können, gingen Belte und Pieper erneut in die Offensive und investierten in diesem Jahr in ein Gesamtpaket von Heidelberg im Umfang von über neun Millionen Euro. Das Paket besteht aus einem neuen CtP-Plattenbelichter Suprasetter 106 mit vollautomatischem Palettenloader 106 G, zwei Speedmaster XL 106 und dem Prinect Business Manager, um die vorhandenen Prinect Workflowkomponenten mit einem MIS-System zu vernetzen. K + W arbeitet mit Druckplatten und Lacken aus der Saphira Familie und vertraut auch den Serviceangeboten wie Service 36plus mit Remote-Service und E-Call für eine hohe Verfügbarkeit der Maschinen. „Uns ist ein Partner wichtig, der möglichst viele Bereiche unserer Anforderungen abdecken kann. Mit Heidelberg verhandeln wir auf Augenhöhe und treffen hier auf offene und faire Gesprächspartner“, erklärt Stefan Belte.

Weltneuheit für außergewöhnliche Druckprodukte
Die erste der beiden neuen Druckmaschinen, eine Speedmaster XL 106-Zehnfarben mit Wendung und einer Geschwindigkeit bis zu 18.000 Bogen in der Stunde, ist seit Februar 2017 installiert. Sie ist weltweit die erste Maschine, die den innovativen Farbwerksantrieb Hycolor Multidrive in Teilausstattung enthält – im 1., 5., 6. und 10. Druckwerk. Normalerweise wird dieses System in allen Druckwerken bei Maschinen für Verpackungsdrucker eingesetzt. K + W hatte sich hier als Akzidenzdrucker zum Feldtest bereit erklärt, da das Auftragsspektrum exakt passte. Hycolor Multidrive stellt hier einen großen Kundennutzen dar, da das Farbwerk nun unabhängig von anderen Tätigkeiten und Rüstprozessen an der Maschine betrieben werden kann. Mit Hycolor Multidrive können die Farbwerke gewaschen werden, während parallel über den Hauptantrieb der Druckplattenwechsel mit AutoPlate XL 2 erfolgt – und Gummitücher und Druckzylinder werden zeitgleich zum Rüstvorgang gewaschen. Dies ist besonders interessant, wenn mit mehreren Sonderfarben oder einem Drucklack gearbeitet wird. Während der nächste Job bereits vorbereitet wird, sind parallele Wasch- und Rüstvorgänge möglich, was zu extrem kurzen Rüstzeiten führt und den Kunden kurze Lieferzeiten garantiert. Bei K + W sind es schon mal 30 bis 40 Prozent Farbwechsel und die Zeitersparnis entsprechend groß. Auch eine Intensiv- oder Tiefenreinigung im Farbwerk kann hier parallel durchgeführt werden, was zu verkürzten Rüstzeiten bei besseren Waschergebnissen führt.

Ein weiterer Vorteil ist das intelligente Stillsetzen von Druckwerken bei Nichtgebrauch.
Es erleichtert die Arbeit enorm und bietet einen hohen Bedienkomfort. „Durch die fehlende Farbzuordnung in einem Druckwerk wird das nicht benötigte Druckwerk automatisch ohne Bedienereingriff stillgesetzt und die Walzen somit geschützt“, berichtet Artur Benz, Technischer Leiter bei K + W. Hycolor Multidrive ist im Maschinenleitstand Prinect Press Center XL 2 integriert und wird dort von der Software Intellistart 2 gesteuert. Hierbei kalkuliert Intellistart 2 immer den schnellsten und bestmöglichen Einsatz von Hycolor Multidrive zu den Rüstprozessen. Der Wallscreen XL zeigt alle Rüstprozesse auf einen Blick und unterstützt so den Bediener.

V.i.S.d.P.: Heidelberger Druckmaschinen AG

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