IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg

Höchste Industriequote in Europa

Schwarzwald-Baar-Heuberg | 06.09.2017

IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez: Die Region muss Vorreiter werden in Sachen Digitalisierung. Foto: IHK
IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez: Die Region muss Vorreiter werden in Sachen Digitalisierung. Foto: IHK

Villingen-Schwenningen: Die Wertschöpfung und die Innovationskraft der gewerblichen Wirtschaft der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg erzielen Spitzenwerte. Neueste Erhebungen des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg und des Kölner Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) weisen auf die außergewöhnlichen Stärken der ländlichen Industrieregion im Zentrum der „Innovationsachse Stuttgart-Zürich“ hin.

Aus den aktuellen Wirtschaftsdaten ragt die Industriequote hervor. Sie dokumentiert den Anteil des verarbeitenden Gewerbes an der gesamten Bruttowertschöpfung. Dieser Anteil liegt für die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg bei 47 Prozent. „Das ist die höchste Industriequote nicht nur unter den Regionen in Baden-Württemberg, sondern auch in Europa“, sagt der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer IHK) Schwarzwald-Baar-Heuberg, Thomas Albiez. Der Landesdurchschnitt beträgt 35,8 Prozent, der Bundesdurchschnitt 26 Prozent und der europäische Durchschnitt 20 Prozent. „Durch diesen herausragend hohen Industrieanteil werden hochqualifizierte Arbeitsplätze gesichert und geschaffen. Davon profitieren auch der Einzelhandel und das Dienstleistungswerbe“, so der IHK-Hauptgeschäftsführer. 

Im Landkreis Tuttlingen, dem Zentrum der Medizintechnik, liegt die Quote sogar bei 55,9 Prozent und wird nur durch den Landkreis Böblingen überragt, dessen Industriequote 56,4 Prozent beträgt. Die zwei weiteren Landkreise der Region sind ebenfalls stark von industrieller Wertschöpfung geprägt: Der Landkreis Rottweil mit 48,7 Prozent und der Schwarzwald-Baar-Kreis mit 38,5 Prozent. 

Bei der Innovationskraft liegt die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg ebenfalls im Spitzenfeld. Das zeigt der neue Innovationsatlas des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln. Demnach betragen die Aufwendungen der Wirtschaft für Forschung und Entwicklung 2,67 Prozent der Bruttowertschöpfung. „Unsere Mittelständler übertreffen das von der Europäischen Union ausgegebene Ziel von zwei Prozent deutlich“, betont die IHK. 

Im Innovations-Ranking der deutschen Wirtschaftsregionen liegt der Raum Schwarzwald-Baar-Heuberg auf Platz sieben. Das IW ermittelte 167,7 Patentanmeldungen pro 100.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Bei den technologieorientierten Neugründungen liegt Schwarzwald-Baar-Heuberg deutschlandweit auf Platz eins. 

„In unserer Region gibt es eine große Anzahl mittelständischer Unternehmen, insbesondere aus den Bereichen Werkzeugbau, Kunststofftechnik, Elektronik, Mechatronik, Maschinenbau, Automatisierungstechnik, Mikrosystemtechnik und Medizintechnik, die oftmals zu den Marktführern zählen“, sagt Daniela Jardot, IHK-Referentin für Innovation und Technologie. 

Die IHK verweist auf ein Merkmal der Region, das schon 1996 durch das Karlsruher Fraunhofer-Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung (ISI) attestiert wurde: Vor allem diejenigen Innovationsbetriebe hatten Erfolg, die bei der Produkterneuerung mit externen Partnern über das übliche Maß der Geschäftsbeziehungen hinaus kooperieren. Dieses Netzwerkdenken verstärkt die IHK mit dem von ihr initiierten Technologieverbund TechnologyMountains. 

Bewusst wählten die Konzerne ThyssenKrupp Elevator und Daimler die innovationsstarke Region als Standort für ihre aktuellen Großinvestitionen. ThyssenKrupp Elevator eröffnet dieses Jahr in Rottweil den Test-Turm für neuartige Fahrstuhl-Antriebe. Daimler baut bei Immendingen ein Testzentrum für autonomes Fahren. „Diese Leuchtturmprojekte werden weitere Unternehmen in die Region ziehen“, ist sich Daniela Jardot sicher. Zu den Vorteilen der ländlichen Industrieregion an der Achse Stuttgart-Zürich zählen kurzen Wege zu Lieferanten und Kunden, die Nähe zu Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen und die qualifizierten Arbeitskräfte.

„Damit die produzierenden Unternehmen unserer Region Schwarzwald-Baar-Heuberg auch künftig zu den Spitzenreitern zählen, heißt es heute, Vorreiter in Sachen Digitalisierung und Industrie 4.0 zu sein“, betont die IHK abschließend. Bei derzeit durchschnittlich 16 Digitalisierungs-Patenten pro 100.000 Einwohner müsse die Region gegenüber anderen Standorten aufholen. Die IHK bietet mit ihrem Technologietransferangebot hierzu Unterstützung.

V.i.S.d.P.: IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg

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