Hartmann-exact KG

Hartmann-exact baut in Schornbach

Stuttgart (Region) | 19.05.2017

Bis Mai 2018 entsteht in Schorndorf für Hartmann-exact ein Neubau mit 1900 Quadratmetern. Foto: Hartman-exact
Bis Mai 2018 entsteht in Schorndorf für Hartmann-exact ein Neubau mit 1900 Quadratmetern. Foto: Hartman-exact

Schorndorf: Für vier Millionen Euro baut Hartmann-exact bis Mai 2018 in Schornbach einen Neubau mit 1.900 Quadratmetern Fläche für 65 Mitarbeiter in Vertrieb, Einkauf, Projektmanagement und Personal samt Konferenzräumen und Kantine im zweiten Stock. Das schafft bis 2019 im Bestandsbau Platz für mehr Ingenieure in Forschung und Entwicklung.

Denn im zweiten Schritt wird der Altbau für eine Million Euro umgebaut. Dort wird der Bereich Forschung und Entwicklung ausgebaut, den Hartmann-exact mittelfristig um bis zu 80 Ingenieure aufstockt. Zunächst wird nun der Parkplatz verlegt und auf 150 Stellplätze erweitert.

„Mit der Investition bekennen wir uns zum Standort Schorndorf“, sagt Gesellschafter Matthias Groth. Aktuell beschäftigt die Hartmann-exact KG, die sich am Standort Schornbach zum Vertriebs- und Entwicklungsstandort wandelt und beim Schwester-unternehmen Swoboda produzieren lässt, 200 Mitarbeiter. Bereits seit 2004 wurde ein Großteil der Produktion ins eigene Werk nach Rumänien verlagert. 2012 kam ein Standort in China dazu. 2013 gründete Hartmann-exact eine Vertriebsniederlassung in den USA und seit 2015 produziert Swoboda für Hartmann-exact auch in Mexiko.

Wöchentlich entstehen so 800.000 Schalter und Sensoren in mehr als 600 Varianten, die seit 50 Jahren in Premium- sowie zunehmend auch in Volumen-Fahrzeugen nahezu aller Pkw-Hersteller weltweit verbaut werden. Die Lösungen basieren auf Magnetismus, Mechanik, Elektronik samt entsprechender Software und dienen etwa dazu, Cabrio-Verdecke zu steuern, Sitzpositionen zu detektieren oder Airbags zu deaktivieren.

Die sensiblen Schalter und Sensoren werden auch in der Sensorik von Fahrwerken, Pedalen oder Getrieben verbaut, um den Komfort zu verbessern, die Sicherheit zu erhöhen oder den Spritverbrauch zu senken. Damit leistet Hartmann-exact einen Beitrag, CO² - Emissionen zu senken, etwa mittels der bereits weit verbreiteten Start-Stopp-Automatik.

„Die Tendenz zu den Fahrerassistenzsystemen, der zukünftigen Elektrifizierung des Autos sowie der Trend zum autonomen Fahren begünstigt unseren Markt“, sagt Geschäftsführer Dirk Müller, der durch den Trend zur e-Mobilität einen wachsenden Markt für seine Lösungen sieht. Parallel verfolgt Hartmann-exact die Strategie, sich vom Hersteller komplexer mechatronischer Komponenten zum Lieferanten ganzer Systeme weiterzuentwickeln.

Damit kommt mehr Wertschöpfung ins eigene Haus und Synergien innerhalb der Swoboda Hartmann Gruppe entfalten sich. Denn im Verbund beschäftigt die Gruppe schon heute an zehn Standorten in sechs Ländern auf drei Kontinenten 3.500 Menschen, die einen Umsatz von 400 Millionen Euro erzielen. Gut ein Fünftel trägt dazu Hartmann-exact bei.

Swoboda ist ein Entwicklungs- und Fertigungsspezialist, mit Stammsitz in Wiggensbach/Allgäu, der hochpräzise Kunststoff-Metall-Verbundteile für die Automobilindustrie fertigt. Als Prozess- und Produktionsexperte sind die Allgäuer mit den Remstälern seit 2013 als Schwesterunternehmen verbunden, was beiden Unternehmen viele Synergien bietet.

Hartmann-exact wurde 1936 gegründet, produzierte 1945 den ersten Mikroschalter und beliefert seit 1966 die Kfz-Industrie mit kundenspezifischen Lösungen. Die komplette Wertschöpfung erfolgt von der Produktentwicklung über die Konstruktion bis hin zur Serienfertigung intern. Dazu gehören hauseigene Labore samt Prüfmittelbau und Verfahrenstechnik, was die Arbeit vielseitig und anspruchsvoll macht. Dabei kooperieren die Ingenieure eng mit den Spezialisten der Automobil-hersteller, deren Zulieferern und eigenen Lieferanten.

Waren vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels die Arbeitsplätze schon bisher nur schwer zu besetzen und Ausbildung sowie Duales Studium deshalb ein wichtiges Thema, wird der personelle Ausbau von Forschung und Entwicklung um bis zu 80 Ingenieure nun eine Herkulesaufgabe. Dabei setzen die Führungskräfte vor allem auf Wertschätzung, Teamentwicklung und eigenverantwortliches Arbeiten. Entsprechend werden diese für den Umgang mit ihren Mitarbeitern immer wieder geschult und die Verbindung zu den Hochschulen Esslingen, Göppingen und Aalen intensiviert. „Die künftige Kantine mit Aussicht in die umliegenden Weinberge und Wälder und genügend Parkplätze sind erste, sichtbare Signale, dass unsere Mitarbeiter künftig noch mehr im Mittelpunkt unseres Handelns stehen“, sagt Geschäftsführer Müller.

V.i.S.d.P.: Hartmann-exact KG 

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