Robert Bosch GmbH

Luftqualität in Städten

Stuttgart (Region) | 22.11.2017

Reservieren, buchen und losfahren: COUP ist eine einfach nutzbare Alternative zu ÖPNV, Auto oder dem Taxi. Foto: Bosch
Reservieren, buchen und losfahren: COUP ist eine einfach nutzbare Alternative zu ÖPNV, Auto oder dem Taxi. Foto: Bosch

Gerlingen: Feinstaubalarm, Umweltplaketten und drohende Fahrverbote in Innenstädten – die aktuelle Diskussion um Luftqualität und Klimaschutz zeigt, wie groß der Handlungsdruck ist. Wir möchten mit Ihnen über Innovationen und Lösungsansätze diskutieren, die kurz- und langfristig zu einer besseren Luftqualität in Städten beitragen können.

Wir glauben daran: um eine deutliche Verbesserung der Luftqualität in deutschen Städten zu erreichen, ist ein geeignetes Maßnahmenbündel notwendig. Dazu braucht es Elektromobilität, Hybridisierung und moderne Verbrenner genauso wie die Vernetzung des Verkehrs und – über das Auto hinaus müssen alle Bereiche gemeinsam gedacht werden, um die Luftqualität nachhaltig verbessern zu können. In viele Richtungen zu denken bedeutet auch: Wir brauchen eine faktenbasierte Diskussion, die sowohl dem Klimaschutz und der Luftreinhaltung, jedoch auch der Beschäftigung und den nötigen Zeiträumen für tiefgreifende Transformationen Rechnung trägt.

Die Luftreinhaltung ist ein Thema von höchster Dringlichkeit, nicht nur an unserem Firmensitz in Stuttgart, sondern in vielen Städten deutschlandweit: egal ob München, Hamburg oder Berlin. Unsere Entwickler haben das Ziel, über die Optimierung einzelner Antriebsarten hinaus dazu beizutragen, dass die Luft in deutschen Städten besser wird. Welche Lösungen Bosch dazu beitragen kann, das will ich Ihnen heute zeigen und gleichzeitig für eine faktenbasierte Diskussion werben.

Der Verbrennungsmotor und Luftqualität
Denn rein faktisch betrachtet, ist beim Thema Luftqualität schon vieles passiert in den letzten Jahrzehnten: Fakt ist, dass technischer Fortschritt und veränderte Regulierungen die Luftqualität seit 1990 deutlich verbessert haben. So gibt es in Deutschland zum Beispiel keine Überschreitungen der Grenzwerte von Benzol, Schwefeldioxid, Kohlenmonoxid und Blei mehr. Auch die Immissionswerte von Feinstaub (PM10) und Stickoxiden (NOx) haben seit 1990 signifikant abgenommen.

In der öffentlichen Debatte werden Feinstaubemissionen häufig primär mit dem Dieselantriebsstrang verbunden. Was zu Zeiten der Diskussionen zur erstmaligen Einführung von Umweltzonen im Jahr 2008 noch faktisch korrekt war, ist 2017 jedoch nicht mehr zutreffend. Das Landesamt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) hat berechnet, dass sechs Prozent der Feinstaub-Immissionsbelastung am Neckartor auf Abgasemissionen aus dem Straßenverkehr zurückzuführen ist. Der Beitrag von Diesel-Pkw liegt hier zwischen ein und zwei Prozent. Maßgeblich beteiligt an der Immissionsbelastung sind Bremsen-, Reifen- und Straßenabrieb. Diese Emissionen entstehen unabhängig von der Antriebsart.

Der Verkehr von morgen: Von Diesel bis Elektroantrieb
Bei allem, was wir tun – ohne reine Luft ist alles nichts. Eben deshalb verfolgt Bosch besonders hartnäckig das Ziel einer emissionsfreien Mobilität, auch und gerade in den Städten. Wenn ich gefragt werde, ob die urbane Mobilität der Zukunft mehr denn je Elektromobilität sein wird, so kann ich das bejahen. Aber ich möchte hinzufügen, es wird noch lange eine Koexistenz von Elektroautos und Verbrennern geben. Denn gerade die aktuellen CO2-Ziele werden wir nicht nur mit dem Einsatz der Elektromobilität erreichen können. Um diese Ziele erreichen zu können, müssen wir alle Register der Technik ziehen, und das heißt nach wie vor: den Diesel- und Benzinmotor optimieren. Dabei lassen wir die Immissionsbelastung in vielen Städten nicht außen vor, auch darauf zielt die Optimierung unserer Technik.

Smarte Städte: Bosch-Lösungen gehen über die Motorhaube hinaus
Wir haben natürlich auch das „big picture“ im Auge. Das heißt, die langfristige Entwicklung der Mobilität besonders in Städten. Neben kurzfristigen Maß-nahmen bleibt die mittel- und langfristige Anpassung an eine neue Welt essentiell. Denn vieles wird sich in naher Zukunft wandeln: Schon 2050 wird es mehr als sechs Milliarden Großstadt-Einwohner geben, doppelt so viele wie heute. Der urbane Verkehr wird sich bis dahin verdreifachen – auch deshalb, weil mit dem Online-Handel der Lieferverkehr weiter anschwellen wird. Zudem ist es kaum vorstellbar, dass der zunehmende Verkehr nur auf vier Rädern rollt – auch Bosch geht es um neue Lösungen für den Transport von Menschen und Gütern, über das Auto hinaus. Dies entspricht der veränderten Stadtpla-nung in aller Welt – weg von der allein autogerechten Stadt, hin zu einer smarten Mobilität. Ein Beispiel hierfür ist die Parkplatzsuche. Noch verursacht diese Suche ein Drittel des Stadtverkehrs. Unsere Lösungen für das vernetzte und automatisierte Parken schonen Sprit, Zeit und Nerven. Schritt für Schritt beseitigen wir mit unseren Projekten den Stressfaktor Parkplatz-suche. Wir müssen den urbanen Verkehr neu denken: Güter, die von Verteilzentren innerhalb der Städte mit vernetzten Elektrotransportern geliefert werden, Menschen, die je nach Stau und Bedarf von der Straße auf die Schiene, von vier auf zwei Räder wechseln. Und dieser Wechsel vom Auto auf Bahnen oder Bikes muss glatt und reibungslos gelingen, möglichst ohne Such- und Wartezeiten. Dies wiederum setzt eine nahtlose Vernetzung voraus – die Vernetzung von allem, was sich in der Stadt bewegt. Und der Wandel hat schon begonnen.

In Europa wird London genauso zur vernetzten Stadt wie in Asien Singapur. Schon 2025 werden weltweit 80 Metropolen Smart Cities sein. Bereits jetzt verfolgt Bosch weltweit 14 Leitprojekte mit vernetzten Städten. Dazu zählen Stadtprojekte in Singapur, San Francisco, Berlin und Hamburg. Sieben Projekte schließen Lösungen für urbane Mobilität mit ein. Dazu gehören neben vernetztem Parken und Flottenmanagement auch E-Mobilität und intermodaler Transport.

Auch als Arbeitgeber engagieren wir uns beim Thema Luftqualität. Rund 15 000 Bosch-Mitarbeiter im Einzugsgebiet des VVS sind an Standorten im Stuttgarter Stadtgebiet tätig oder dort beruflich unterwegs. Auch in dieser Feinstaubalarm-Saison können Bosch-Beschäftigte mit Arbeitsplätzen in Stuttgart bei Feinstaubalarm ihren Firmenausweis als VVS-Ticket nutzen. Darüber hinaus unterstützt Bosch seine Mitarbeiter mit zahlreichen betrieblichen Regelungen. Dazu zählen Home Office, also dem Arbeiten von zu Hause, oder die Nutzung von Telefon- und Videokonferenzen, um die Fahrt für Termine an anderen Standorten zu vermeiden. Ebenso können Mitarbeiter von Gleitzeit Gebrauch machen, damit sie bessere Verbindungen des ÖPNV nutzen oder außerhalb von Stoßzeiten im Berufsverkehr unterwegs sein können.

V.i.S.d.P.: Robert Bosch GmbH

zurück drucken verlinken

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Stuttgart

Neues auf B4B

Aufsteiger Bild Neu

Besuchen Sie unseren Stellenmarkt: Rund 1.200 freie Stellen für Fach- und Führungskräfte in Baden-Württemberg

Zum Stellenmarkt

Anzeige

Mediadaten

Alle Preise und Buchungsmöglichkeiten finden Sie in unseren Mediadaten.

Redaktionsadressen

Pressemitteilungen können Sie an unsere Redaktionsadressen senden.

Bildergalerien

Wochenrückblick abonnieren

Wochenrückblick klein

B4B Baden-Württemberg Wochenrückblick

Jeden Freitag die wichtigsten Wirtschafts-
nachrichten des Landes gesammelt im Überblick.