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E-Com Ortenau mit neuem Veranstaltungsformat

Südlicher Oberrhein | 18.05.2017

V.L.: S. Sorg, T. Breyer-Mayländer, Prof. Dr. C. Zerres, F. Hirt, M. Dauber, D. Fehringer. Foto: WRO GmbH
V.L.: S. Sorg, T. Breyer-Mayländer, Prof. Dr. C. Zerres, F. Hirt, M. Dauber, D. Fehringer. Foto: WRO GmbH

Offenburg: „Dass wir schon bei der Auftaktveranstaltung den gesamten Raum füllen, hätten wir nicht gedacht“, freut sich Siegfried Sorg, Geschäftsführer von Printus und Mitbegründer der E-Com Region Ortenau, über die zahlreichen Gäste. Die Bierbar im Brauwerk Baden war bis zum letzten Platz gefüllt. Auf den Lounge-Möbeln, an der Bar und an Stehtischen trafen sich knapp 80 Personen in entspannter Atmosphäre, um E-Commerce-Themen auszutauschen.

Sowohl Vertreter aus der Wirtschaft als auch Studenten der Hochschule Offenburg sind zum ersten E-Com Camp gekommen. Der Abend wurde von der Volksbank in der Ortenau finanziert.

Das E-Com Camp soll mehrmals im Jahr stattfinden und immer im selben Format ablaufen: Zwei oder drei kurze, komprimierte Impulsvorträge bieten die Basis für den anschließenden Austausch. Zielgruppe für die E-Com Camps sind junge Fach- und Führungskräfte aus dem E-Commerce und Dialogmarketing sowie Studenten von der Hochschule Offenburg.

„Jeder hier im Raum hat sich schon mal über Dynamic Pricing geärgert“, weiß Chirstopher Zerres, Professor für Marketing an der Hochschule Offenburg, der in den ersten der zwei Vorträge des Abends startet. Besonders häufig bekomme der Kunde die Preisschwankungen im Online-Einzelhandel oder bei Flug- und Reiseanbietern zu spüren. Abhängig sei die Preisbildung vor allem von Kriterien wie dem genauen Zeitpunkt des Kaufs, der Konkurrenzsituation oder den Lagerbeständen. „Dynamic Pricing lässt sich ganz einfach erklären: Wenn es draußen regnet, werden die Regenschirme teurer. Bei Sonnenschein kosten sie weniger“, erklärt Zerres den Gästen.

Zweiter Impulsgeber des Abends war Florian Hirt, Industry Manager von Google Deutschland. Er gab einen Überblick über die Erkenntnisse von Google, wie die digitale Transformation in Unternehmen umgesetzt werden kann. „Durch die Digitalisierung ändern sich die Anforderungen der Kunden drastisch. Sie wollen als Individuum erkannt und behandelt werden. Unternehmen müssen ihre Geschäftsmodelle an diese Veränderungen anpassen“, weiß Hirt. Was kann ein Unternehmen also tun, um bei dem ständigen Wandel nicht unterzugehen? Hirt rät, für die digitalen Ziele eine sogenannte ‚Digital Market Unit‘ (DMU) im Unternehmen einzurichten. Die DMU ist eine separate Einheit, die nah an der Geschäftsführung angesiedelt ist. „Machen Sie aber nicht den Fehler, nur die reinen IT-ler in diese Abteilung zu setzen“, warnt Hirt. Diese hätten zwar die notwendige technische Expertise, jedoch nicht die Sicht auf den Markt wie es beispielswese Marketing-Fachleute haben. Viel eher müssen die Mitarbeiter dieser Unit mit verschiedensten Eigenschaften ausgestattet sein. Sowohl junge, als auch erfahrene Mitarbeiter aus unterschiedlichen Fachbereichen sollen in der Unit miteinander arbeiten, sodass technisches Wissen, Kreativität und Business-Expertise zusammenkommen. „In der DMU darf ausprobiert werden, es muss eine hohe Fehlertoleranz gewährleistet sein. Von Fehlern kann das ganze Unternehmen lernen“, so Hirt. Schließlich müssen die Digitalen Ziele mit den Unternehmenszielen verbunden werden. „Wenn ein Unternehmen diese Kriterien umsetzt, gelingt es, das Unternehmen digital auf Links zu drehen“, blickt Hirt optimistisch in die Zukunft.

„Nach dieser gelungenen Auftaktveranstaltung freuen wir uns, dass wir schon im Juli mit dem zweiten E-Com Camp anschließen können“, kündigt Thomas Breyer-Mayländer, Prorektor der Hochschule Offenburg und Moderator des Abends, an. „Am 13. Juli 2017 geht das E-Com Camp in die zweite Runde.“

V.i.S.d.P.: WRO GmbH

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