Universität Ulm

Technischer Fortschritt als Taktgeber

Ulm (Region) | 25.11.2016

Foto: Elvira Eberhardt / Uni Ulm): Prof. Josef Kallo
Foto: Elvira Eberhardt / Uni Ulm): Prof. Josef Kallo

Ulm: Wird Fliegen bald umweltfreundlich? Und was kann die Digitalisierung dazu beitragen, bösartige Tumoren besser zu erkennen? Bei der 18. Vortragsreihe der Ulmer Universitätsgesellschaft (UUG) werfen Ulmer Professoren am 3. und am 17. Dezember einen Blick auf die Chancen des technischen Fortschritts – in der Luftfahrt sowie in der medizinischen Diagnostik und Behandlung.

Interessierte Bürger sind herzlich zu den beiden Vorträgen, jeweils samstags um 11:00 Uhr im Studio der Sparkasse Ulm, eingeladen. Der Eintritt ist kostenlos.

Vor wenigen Wochen absolvierte ein neuartiger Elektro-Flieger mit Technik von der Uni Ulm erfolgreich seinen Erstflug. Das viersitzige Flugzeug nutzt Energie, die von einer Wasserstoffbrennstoffzelle erzeugt wird. Somit fliegt es nicht nur emissionsfrei, sondern auch geräuschlos – und das bis zu 1500 Kilometer weit. „Elektrische Antriebe könnten einen Paradigmenwechsel für kleine Passagierflugzeuge einläuten“, sagt Professor Josef Kallo, Direktor des Instituts für Energiewandlung und -speicherung an der Uni Ulm und Mitentwickler des neuartigen Brennstoffzellenfliegers. In seinem Vortrag am 3. Dezember gibt der Ingenieur einen Einblick in die Grundlagen der Wasserstoffbrennstoffzelle und erläutert, welche Herausforderungen, aber auch Chancen dieser Energiewandler mit sich bringt, wenn er als Flugzeugantrieb eingesetzt wird. Professor Kallo, der auch am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Stuttgart forscht, wird abschließend erläutern, ob und wie sich die elektrisch angetriebenen Flugzeuge als Lufttaxi einsetzen lassen.

Technologische Entwicklungen sind auch ein wichtiger Taktgeber in der Medizin. In der Gastroenterologie ermöglichen digitalisierte Verfahren einen genaueren Blick in unseren Magen-Darm-Trakt mithilfe immer kleinerer und dadurch schonenderer Optiken. Sie können dabei helfen, bösartige Veränderungen in einem sehr frühen Stadium zu entdecken. „Oberstes Ziel ist es, das Eingriffs-Trauma auf ein absolutes Minimum zu reduzieren und dabei die gleiche Effektivität für den Patienten beizubehalten“, erläutert Professor Alexander Meining, Leiter der Abteilung für Endoskopie am Ulmer Uniklinikum. „Nebenwirkungen, Eingriffsdauer und die Zeit bis zur völligen Genesung können so möglichst gering gehalten werden.“ In seinem Vortrag am 17. Dezember legt der Mediziner dar, welche Möglichkeiten die neuen Techniken bieten, in welchen Fällen sie tatsächlich von Nutzen sein können und wie sie in Zeiten knapper Mittel finanzierbar sind.

Mit der Vortragsreihe will die Ulmer Universitätsgesellschaft interessierten Zuhörern die Forschung an der Uni und Uniklinik – im wahrsten Sinne des Wortes – näherbringen. Die Vorträge im Studio der Sparkasse Ulm thematisieren daher wissenschaftliche Erkenntnisse und Projekte, die meist einen Bezug zum Lebensalltag von Ulmer Bürgerinnen und Bürgern haben. Die Veranstaltung wird von der Sparkasse Ulm unterstützt.

V.i.S.d.P.: Universität Ulm

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