STEIN Automation GmbH & Co. KG

STEIN beteiligt sich an Ausnahmeprojekt

landesweit in BW | 29.07.2017

Haben sich gerne an dem Projekt beteiligt: Jürgen Noailles (rechts) und Heiko Häsler. Stein Automation GmbH & Co. KG
Haben sich gerne an dem Projekt beteiligt: Jürgen Noailles (rechts) und Heiko Häsler. Stein Automation GmbH & Co. KG

Villingen-Schwenningen: In der Staatlichen Feintechnikschule Villingen-Schwenningen steht seit kurzem eine Lernfabrik, die Industrie 4.0 zum Anfassen bietet und ihresgleichen sucht: Fünf regionale Firmen haben eine vollautomatische und stark vernetzte Produktion realisiert. Mit von der Partie ist auch Stein Automation. Das Unternehmen steuerte ein Werkstückträger-Transportsystem bei, das die Rohlinge zur Bearbeitung und zurück zum Versand bringt.

"Wir waren von der Idee von Anfang an begeistert und haben uns sehr gerne engagiert", sagt Stein-Geschäftsführer Jürgen Noailles. Ist ein Bestellvorgang ausgelöst, legt der Werker einen Rohling ein. Dabei unterstützt ihn ein intelligentes Assistenzsystem, das konkrete Anweisungen auf den Arbeitstisch beamt. Kunden können zunächst aus vier Produkten wählen: Schlüsselanhänger, Flaschenöffner, Signalpfeife und LED-Taschenlampe. Über die Anbindung des Webclient an das ERP-System werden die Daten an die Anlage vor Ort übermittelt und automatisch im Produktionsleitsystem (MES/ERP) Stammdaten wie Kundeninformation oder Produktionsauftrag angelegt.

Anschließend wird das entsprechende CNC-Programm geladen. Die Daten gelangen direkt an die Maschine. Dann erhält die Anlage das Startsignal vom System und der gesamte Fertigungsprozess wird angestoßen. Das Werkstückträger-Transportsystem von STEIN befördert das Rohteil aus Aluminium an das Portal des Bearbeitungszentrums. Ein Knickarm-Roboter entnimmt das Werkstück, setzt es in die Spindel ein und wendet es für die beidseitige Fräs- und Bohrbearbeitung.

Ist das Teil fertig, legt es der Roboter passgenau in eine Form auf dem Werkstückträger, und es geht zurück zum Ausgangspunkt. Dort wird es verpackt, mit einem automatisch ausgedruckten Adressaufkleber versehen und verschickt. Lieferschein und Rechnung werden automatisch erstellt und per Email zugesandt. Der Clou: Kunden können den Produktionsprozess via Webcam mitverfolgen. Die Bestellung läuft einfach über Smartphone und kann von überall her erfolgen. Auf Kundenwunsch wird das Produkt in dem Bearbeitungszentrum individuell beschriftet.

"In der Lernfabrik werden keine Demonstrations- oder Labormodelle eingesetzt, sondern reale Industriekomponenten wie unser Werkstückträger-Transportsystem, das auch in einer Fertigung draußen in der Praxis stehen könnte", beschreibt Jürgen Noailles. "Ziel der Initiative ist es, Industrie 4.0 für alle begreifbar zu machen und das Interesse bei jungen Menschen zu wecken." STEIN hat im Rahmen des Projektes den Vertrieb der Lernfabrik übernommen. Künftig soll die Produktionsanlage auch anderen Schulen zur Verfügung gestellt werden. "Das ist durchaus deutschlandweit denkbar", sagt Jürgen Noailles.

V.i.S.d.P.: STEIN Automation GmbH & Co. KG

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