Hochschule Pforzheim

Zukunft der Arbeit: Projektgruppe entwickelt neue Plattform zum Austausch

landesweit in BW | 08.03.2019

Das Kernteam des Forschungsprojekts InnoDiZ. Foto: Hochschule Pforzheim Das Kernteam des Forschungsprojekts InnoDiZ. Foto: Hochschule Pforzheim

Pforzheim: Zum 01. Januar 2019 hat das Projektkonsortium, bestehend aus Unternehmen unterschiedlicher Branchen, unter der Leitung von imu augsburg GmbH & Co. KG und der Hochschule Pforzheim, das dreijährige Projekt „Selbstorganisiertes Innovationsmanagement im digitalen Zeitalter“ (InnoDiZ) gestartet.

Ziel des Projektes ist, ein Blended-Learning-Konzept mit Online-Plattform für die virtuelle überbetriebliche Zusammenarbeit kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) zum Thema agiles Innovationsmanagement zu entwickeln. „Die Plattform soll KMU helfen, für die Praxis nutzbare Methoden zu erlernen und sich mit anderen Unternehmen darüber auszutauschen. Eine Firma mit knapp 100 Mitarbeitenden beispielsweise kann so Know-how aufbauen und sich mit anderen Unternehmen austauschen, ohne eine eigene Stelle dafür aufbauen zu müssen“, erläutert Professor Dr. Claus Lang-Koetz von der Hochschule Pforzheim. Über die überbetriebliche Weiterbildung von Fach- und Führungskräften zu Innovationsmanagern bzw. -akteuren soll ein selbstorganisiertes Innovationsmanagement bei den teilnehmenden Unternehmen etabliert werden. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie vom Europäischen Sozialfonds (ESF).

Zum Auftakt trafen sich die Projektpartner am Mittwoch, 27. Februar 2019, bei der Firma imu augsburg GmbH & Co.KG. Professor Dr. Stephan Fischer von der Hochschule Pforzheim unterstrich dort die Bedeutung des Projektes für die Wirtschaft. „Die Nutzung agiler Methoden und der dazu gehörenden Haltung in der IT-Branche hat gezeigt, dass diese Vorgehensweise für die Initiierung schneller Entwicklungssprünge sehr geeignet ist. Durch eine branchenspezifisch angepasste Übertragung des agilen Arbeitens, kombiniert mit überbetrieblicher Kollaboration und systematischem Kompetenzaufbau, vermuten wir für produzierende KMU im Innovationsmanagement einen ähnlichen Entwicklungssprung.“

Geleitet wird das Verbundforschungsprojekt von der Beratungsfirma imu augsburg GmbH & Co. KG. „Wir denken, dass das Innovationsmanagement der Zukunft nicht durch Hierarchien geprägt wird, sondern auf der Basis von Mitarbeiterkompetenzen deutlich wirksamer selbst organisiert werden kann. Dazu ist es jedoch nötig, dass agil gearbeitet wird und Methoden-Know-how auf allen Ebenen im Unternehmen vorliegt. Hier setzt unser Projekt an“, so Dr. Stefan Enzler, geschäftsführender Gesellschafter der imu und Projektleiter. Er erwartet durch das Projekt bei den Unternehmen messbare Steigerungen der Prozess- und Produktinnovationen in Qualität und Rate.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Europäische Sozialfonds (ESF) fördern das Projekt mit rund 1,6 Millionen Euro im Rahmen der BMBF-Fördermaßnahme „Zukunft der Arbeit: Mittelstand – innovativ und sozial“ im Programm „Forschung für die Produktion von morgen“ (betreut durch den Projektträger Karlsruhe, Förderkennzeichen 02L17C500 -07).

V.i.S.d.P.: Hochschule Pforzheim