Hochschule Heilbronn

Diskussion mit Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft

Heilbronn-Franken | 30.10.2018

Peter Herz, Dr. Peter Neu, Prof. Dr. Rainald Kasprik, Erik Müller und Dr. Florian Artinger. Foto: ©Hochschule Heilbronn
Peter Herz, Dr. Peter Neu, Prof. Dr. Rainald Kasprik, Erik Müller und Dr. Florian Artinger. Foto: ©Hochschule Heilbronn

Heilbronn/Künzelsau: Der Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen lud mit Unterstützung der Würth Stiftung zu einer Veranstaltung zum Thema Entscheidungsfindung ein. Die Frage, welche Rolle der gesunde Menschenverstand bei komplexen Entscheidungen spielt, lockte Studierende und Absolventen, ebenso wie Mitarbeiter und Entscheidungsträger aus Unternehmen der Region an die Reinhold-Würth-Hochschule, deren Foyer mit rund 120 Gästen voll besetzt war.

Unter der Leitung von Studiendekan Prof. Dr. Rainald Kasprik hatte der Studiengang renommierte Referenten eingeladen, die zu Entscheidungsstrategien forschen oder als Entscheidungsträger in Unternehmen tagtäglich mit zum Teil weitreichenden Entscheidungen befasst sind.

Professor Dr. Kasprik, der an der Hochschule Heilbronn zur Entwicklung von alltagstauglichen Entscheidungsmethoden forscht, eröffnete den Abend mit der Frage an das Publikum, was denn eigentlich eine komplexe Entscheidung ist. Die Berufs- oder Studienplatzwahl? Oder komplexe Großprojekte wie der neue Flughafen Berlin Brandenburg? Und kann uns dabei wirklich der gesunde Menschenverstand weiterhelfen?

„Komplexe Probleme brauchen doch komplexe Lösungen!“ Diese weit verbreitete Annahme beleuchtete Dr. Florian Artinger, Forscher am Max Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin und geschäftsführender Gesellschafter der Max-Planck Spin-Offs Simply Rational GmbH. Er zeigte an Beispielen aus Sport und Management, dass unsere Intuition als „gefühltes Wissen“ ein wertvoller und einfacher Schlüssel für eine komplizierte Welt sein kann.

Dr. Peter Neu verantwortet bei der DZ Bank AG die Themen Strategie und Controlling und bewegt sich damit in einem stark reglementierten Markt. Er erläuterte, dass die Entscheidungsfindung zwar unterstützt wird durch die behördlich geforderten umfangreichen Dokumentationspflichten, dass aber dennoch Markterfahrung und Expertise hinzukommen müssen.

Peter Herz ist Mitglied des Managements der Digitalberatung etventure und befasst sich seit vielen Jahren mit den Themen Innovationsmanagement, Digitalisierung und Digitale Transformation. Er stellte die These auf, dass Intuition bei der Bewertung von neuen Geschäftsmodellen nur sehr eingeschränkt nutzbar sei, nutzbar sei dagegen eine strikte Orientierung an Kundenwünschen. Anders jedoch bei der Entstehung und Entwicklung von (Geschäfts-) Ideen, dort sei Intuition grundlegend.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch eine Podiumsdiskussion. In dieser konnte auch Erik Müller, ein Absolvent des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen, seine Erfahrungen als Projektleiter der Werks- und Fertigungsplanung bei Bosch Rexroth, einbringen. Das Publikum nutzte die Chance und brachte sich mit vertiefenden Fragen zu den Vorträgen ein, woraus sich ein lebhafter Austausch zwischen Gästen und Referenten ergab, der beim anschließenden Get-together seine Fortsetzung fand.

V.i.S.d.P.: Hochschule Heilbronn

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