Armaturenfabrik Franz Schneider GmbH + Co. KG

Zuschlag für Großprojekt erhalten

Heilbronn-Franken | 08.08.2018

In Texas wird eine Chemieanlage auf dem Gelände von Dow Chemical erstellt. Foto: Armaturenfabrik Franz Schneider GmbH + Co. KG
In Texas wird eine Chemieanlage auf dem Gelände von Dow Chemical erstellt. Foto: Armaturenfabrik Franz Schneider GmbH + Co. KG

Nordheim: In Texas wird eine neue Chemieanlage auf dem Gelände vom Chemiekonzern Dow Chemical erstellt. Dabei setzt man auf deutsche Armaturentechnik: Armaturenfabrik Franz Schneider (AS-Schneider) liefert Spezialarmaturen für mehrere Millionen Dollar.

MEGlobal erstellt eine gigantische, hochmoderne Chemieanlage zur Herstellung von Ethylenglykol auf dem Oyster Creek Standort vom Chemiekonzern Dow Chemical in Freeport, Texas. Dabei gelten höchste Anforderungen an Sicherheit und Umweltschutz. Die dafür notwendigen Spezialarmaturen liefert AS-Schneider America, Inc., die Niederlassung von AS-Schneider, mit Sitz in Houston.

Das neue Großprojekt ist damit zugleich eine Bestätigung der Geschäftspolitik des Nordheimer Familienunternehmens, das seit einigen Jahren verstärkt in den Ausbau seiner internationalen Strukturen investiert. Die AS-Schneider Niederlassung in Houston war erst 2013 gegründet worden – mit gerade einmal einem Mitarbeiter. Die Bilanz ist beeindruckend: Innerhalb von nur fünf Jahren gelang es, sich einen guten Ruf in der US-Branche zu erarbeiten. Für 2018 erwartet man bei AS-Schneider America, Inc. nun bereits einen Rekordumsatz von zehn Millionen Euro, der vermutlich aber sogar noch übertroffen wird. Acht Mitarbeiter arbeiten inzwischen in der US-Niederlassung. Für Aufsehen und Anerkennung in der US-Branche sorgen vor allem die Qualität und die extreme Belastbarkeit der schwäbischen Armaturen.

Durch die starke Internationalisierung des schwäbischen Familienbetriebs müssen bei strategischen Entscheidungen zunehmend allerdings auch weltpolitische Entwicklungen berücksichtigt werden. So

musste jüngst aus Rücksicht auf den US-Geschäftsbereich die erst vor zwei Jahren gegründete iranische AS-Schneider Niederlassung in Teheran aufgegeben werden. „Das Risiko, unser Geschäft in den USA zu verlieren, war zu groß“, so Geschäftsführer Rolf Kummer.

Trotz Globalisierung: AS-Schneider bekennt sich klar zum Hauptsitz in Nordheim. Hier werden auch die Spezialarmaturen für das aktuelle Großprojekt entwickelt und gefertigt – mit Hochdruck, denn der Termindruck ist groß. Die Anlage soll bereits 2019 in Betrieb gehen.

Dabei setzt man bei AS-Schneider auf das sogenannte Direktmontagekonzept, bei dem maßgeschneiderte, vormontierte Baugruppen geliefert werden. Dies reduziert den Montageaufwand auf der Baustelle um ein Vielfaches.

Mit diesem Konzept war man schon bei einem ähnlichen Projekt in Saudi-Arabien erfolgreich: Für das 2016 fertig gestellte Sadara-Projekt, eine der größten chemischen Produktionsanlagen der Welt. Für das 20 Milliarden-Projekt hatte AS-Schneider Armaturen im Volumen von 10 Millionen Euro geliefert. Es war das größte Einzelprojekt in der Firmengeschichte.

V.i.S.d.P.: Armaturenfabrik Franz Schneider GmbH + Co. KG

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