Hochschule Konstanz

Wenn Arbeit virtuell wird

Hochrhein-Bodensee | 01.03.2018

Bei der VR-Konferenz ging es darum, wie Virtual Reality Arbeitswelten verändert. Foto: Hochschule Konstanz
Bei der VR-Konferenz ging es darum, wie Virtual Reality Arbeitswelten verändert. Foto: Hochschule Konstanz

Konstanz: Die virtuelle Realität ist in vielen Unternehmen angekommen. Welche Möglichkeiten dort bereits genutzt werden, welches Potenzial es in den kommenden Jahren noch gibt und wie Studierende sich auf die virtuelle Arbeitswelt vorbereiten – darüber informierte die zweitägige Konferenz »Real Virtual Work« an der Hochschule Konstanz.

Wenn heutzutage eine Medizinstudentin eine Herzoperation übt, dann ist es nicht unwahrscheinlich, dass sie dabei einen VR-Controller in der Hand hält. Und beim Autohersteller Audi gibt es bereits virtuell aufbereitete Produktionsabläufe, an denen Auszubildende bestimmte Montageprozesse üben können. Nicht die einzigen Beispiele. Die virtuelle Realität und das Arbeiten mit VR-Brille sind längst in Industrie und Forschung angekommen, das war eine der Erkenntnisse der Konferenz »Real Virtual Work« an der Hochschule Konstanz.

Studierende der Fachbereiche Kommunikationsdesign, Informatik und Wirtschaftsingenieurwesen hatten die Veranstaltung vorbereitet. Rund 200 Besucher kamen und erlebten eine Mischung aus Fachvortrag, Ausstellung, Experiment und Networking. Die hinter der Veranstaltung stehenden Professoren Jo Wickert und Marko Boger hatten Referenten aus ganz unterschiedlichen Sparten eingeladen: den VR-Bildungsexperten Torsten Fell, Vertreter der Firmen Audi und Stihl, Martin Zimmermann von Imsimity, Tobias Fandrich von UReality sowie Rolf Bernhard Hauff, Leiter des nach seiner Familie benannten Urweltmuseums, für das Studierende animierte Steinzeittiere gestaltet und umgesetzt haben.

Ihnen gehörte der zweite Teil der Tagung: Studierenden, die sich im vergangenen Semester mit VR beschäftigt haben. Vor dem Plenum konnten sie ihre Ergebnisse vorstellen und in der Ausstellung Besuchern die Möglichkeit geben selbst die Brille aufzusetzen. Masterstudierende des Fachbereichs Kommunikationsdesign präsentierten zudem die Ergebnisse einer Reihe von Tests: Wie gut konzentrieren sich Menschen in der virtuellen Realität? Wie verhält es sich mit dem persönlichen Wohlbefinden? Sind wir virtuell effektiver?

Denn die Branche muss auch diese Aspekte im Blick behalten: Was stellt das Eintauchen in virtuelle Welten, die so genannte Immersion, mit unseren Gehirnen an? Dass ein ethischer Umgang mit der Technik erforderlich ist, gehörte so ebenfalls zu den Kernaussagen der Veranstaltung. Gerade die jungen Referenten aus der Hochschule hatten diese Aspekte im Blick.

V.i.S.d.P.: Hochschule Konstanz

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