Karlsruher Messe- und Kongress GmbH (KMK)

AAL Kongress Karlsruhe etabliert sich als Plattform für das Zukunftsthema Alltagsunterstützende Assistenzsysteme

Mittlerer Oberrhein  | 15.10.2018

Ausstellung als Schaufenster aktueller und künftiger Angebote. Foto: AAL Kongress Karlsruhe/ KMK
Ausstellung als Schaufenster aktueller und künftiger Angebote. Foto: AAL Kongress Karlsruhe/ KMK

Karlsruhe: Vom 11. bis 12. Oktober 2018 wurde die Karlsruher Messe erneut zum Schaufenster für das bedeutende Zukunftsthema Alltagsunterstützende Assistenzlösungen/ Active Assisted Living (AAL). Bereits zum dritten Mal veranstaltete die Karlsruher Messe- und Kongress GmbH (KMK) den AAL Kongress Karlsruhe: Erstmals wurde der etablierte eintägige praxisorientierte Kongress um einen zweitägigen AAL Wissenschaftskongress ergänzt. Für die wissenschaftliche Programmgestaltung und die damit verbundene Weiterentwicklung des Formats konnte der Technologieverband VDE (Verband der Elektrotechnik Elektronik und Informationstechnik e.V.) gewonnen werden.

Mit dem Ziel, sich über aktuelle Entwicklungen und Best-Practice-Beispiele zu informieren und sich branchenübergreifend auszutauschen, kamen Fachleute und Entscheider aus der stationären und ambulanten Pflege, dem Bereich AAL, aus der Wissenschaft und Forschung, dem medizinischen Fachhandel, Wohnungsbau und der Politik in der Messe Karlsruhe zusammen. Die Veranstalter rechneten mit rund 400 Teilnehmern, 443 sind dem Aufruf gefolgt. Das zeigt, dass die Verzahnung von Praxis- und Wissenschaftskongress gelungen ist. Eine Ausstellung, eine Poster-Session sowie ein Netzwerkabend ergänzten das Veranstaltungsformat. Die Schirmherrschaft übernahm Manfred Lucha, Minister für Soziales und Integration in Baden-Württemberg.

„Der Einsatz von Alltagsunterstützenden Assistenzlösungen bietet, richtig eingesetzt, ein erhebliches Potential zur Entlastung der Pflegekräfte, aber ebenso auch der pflegenden Angehörigen“, unterstreicht KMK-Geschäftsführerin Britta Wirtz, und führt fort: „Um die Weiterentwicklung und interdisziplinäre Vernetzung aller Beteiligten voranzutreiben, war die Erweiterung des Praxiskongresses 2018 um einen wissenschaftlichen Kongressstrang für uns die folgerichtige Entscheidung. Damit bieten wir deutschlandweit das umfangreichste Angebot zum Thema AAL.“

„AAL-Technologien haben sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt und Hersteller haben neue Lösungen in den Markt gebracht, wie der AAL Kongress eindrucksvoll beweist“, sagt Ansgar Hinz, CEO des VDE. „Leider haben diese Technologien bislang keine ausreichende Marktresonanz erfahren, obwohl der Bedarf aufgrund des demographischen Wandels mit jedem Jahr größer wird. Es fehlen breite öffentliche Finanzierungs- und Erstattungsmodelle. Um AAL-Systeme zukünftig allen Menschen zugänglich zu machen, setzt sich der VDE für eine stärkere Einbeziehung aller beteiligten Akteure – Hersteller, Mediziner, Krankenkassen, Sozialdienstleister und Wohnungswirtschaft – ein.“

Breit gefächertes Vortragsprogramm aus Praxis und Forschung
Auf dem eintägigen AAL Praxiskongress am 12. Oktober boten 15 Referenten ein hochkarätiges und vielseitiges Vortragsprogramm zu Fragestellungen wie: Welche Hilfestellung geben AAL-Technologien bereits heute in der ambulanten und stationären Pflege? Was ist noch Vision, was bereits Vorzeigeprojekt? Welche Herausforderungen bringen die neuen Technologien mit sich? Wie können AAL-Angebote finanziert werden? Darüber hinaus ermöglichten Partnerschaften mit AAL Austria und der Universität Innsbruck mit der Veranstaltung SMARTER LIVES einen grenzüberschreitenden Blick in das Nachbarland Österreich. „AAL Austria fördert den Auf- und Ausbau des AAL-Netzwerks, schafft Sichtbarkeit und Vertrauen für ein Thema, für das sowohl auf wissenschaftlicher als auch wirtschaftlicher und politischer Ebene heute Maßnahmen für die Zukunft gesetzt werden müssen. Die Partnerschaft mit der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH und unsere Teilnahme am AAL Kongress Karlsruhe ist für uns daher äußerst wichtig und gewinnbringend.“, so Dr. Martin Kampel von AAL Austria. Er referierte in einem Vortrag über AAL-Lösungen im Pflegealltag in Österreich am Beispiel eines Sturzsensors.

Der zweitägige AAL Wissenschaftskongress am 11. und 12. Oktober umfasste ein Vortragsprogramm von 23 renommierten Experten. Die Themen reichten dabei von Assistenzsystemen für ein selbstbestimmtes und selbstständiges Leben im häuslichen Umfeld, über Assistierte Kommunikation in ambulanten Betreuungsformen bis hin zum Konzept eines modularen Leichtbau-Exoskeletts zur Unterstützung physischer Arbeit. Auch das Thema Datenschutz und Security für AAL im Licht der EU-Datenschutzgrundverordnung stand auf dem Programm.

Ausstellung als Schaufenster aktueller und künftiger Angebote
Die begleitende Ausstellung war Schaufenster für aktuell am Markt erhältliche und künftige AAL-Produkte und -Dienstleistungen. 33 Aussteller aus Deutschland, Österreich und Norwegen zeigten auf rund 2.000 Quadratmetern unter anderem innovative Pflegebetten, intelligente Pflegepflaster, Notruf- und Sicherheitssysteme sowie Technologien zur Aktivierung von älteren und an Demenz erkrankten Menschen.

V.i.S.d.P.: Karlsruher Messe- und Kongress GmbH (KMK)

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