IHK Reutlingen

Tourismus wichtiger Wirtschaftsfaktor

Neckar-Alb | 06.05.2019

Tourismus wichtiger Wirtschaftsfaktor. Foto: © Syda_Productions / depositphotos.com
Tourismus wichtiger Wirtschaftsfaktor. Foto: © Syda_Productions / depositphotos.com

Reutlingen: Der Tourismus sollte von der Landespolitik stärker als Wirtschaftsfaktor anerkannt und gefördert werden. Dafür spricht sich die IHK in ihrem neuen tourismuspolitischen Grundsatzpapier aus.

„Der Tourismus auf der Schwäbischen Alb hat in den letzten Jahren deutlich hinzugewonnen. Das zeigen auch die gestiegenen Übernachtungszahlen“, sagt Max-Richard Freiherr Rassler von Gamerschwang, Vorsitzender des IHK-Tourismusausschusses. Die Schwäbische Alb ist mittlerweile die dritte wichtige touristische Destination im Land – neben Bodensee und Schwarzwald. „Die Landesregierung darf diesen Dreiklang aus unserer Sicht gerne noch sehr viel häufiger erwähnen“, so der Ausschussvorsitzende.

Hohe Erwartungen haben die Mitglieder des Ausschusses mit Blick auf das angekündigte Tourismuskonzept des Landes. Von ihm sollten Weichenstellungen ausgehen. Rassler: „Der Tourismus braucht praktische Unterstützung: mehr Mittel fürs Destinationsmarketing und den Ausbau der Infrastrukturen.“ Der IHK-Ausschuss plädiert in seinem Papier daher dafür, die Landeszuschüsse für das Marketing der Schwäbischen Alb zu erhöhen und das landesweite Tourismusinfrastrukturprogramm weiter auszubauen. Letzteres ist derzeit mit sieben Millionen Euro pro Jahr ausgestattet. Mehr wäre sinnvoll, sagt Rassler: „Wir stehen in einem starken Wettbewerb mit anderen touristischen Zielen in Süddeutschland. Unsere Gäste wollen insgesamt ein modernes und hochwertiges Angebot.“ In diesem Zusammenhang ist es wichtig, so der Vorsitzende, die Höhe der Zuschüsse künftig nicht mehr an die Zertifizierung als Kur- und Erholungsort zu binden.

Mehr Gemeinsamkeit

Bei der Vermarktung der Schwäbischen Alb setzt sich der Ausschuss für mehr Effizienz ein. Das Marketing wird derzeit noch zu oft als lokale Aufgabe begriffen und endet dann mitunter an Gemeinde- oder Landkreisgrenzen, mahnt Matthias Miklautz, Tourismusexperte bei der IHK: „Wir haben eine gemeinsame Marke, die einen exzellenten Ruf besitzt. Es gilt, die Highlights der Destination klar herauszustellen. Davon profitieren am Ende alle Leistungserbringer.“ Das neue Tourismuskonzept des Landes sollte eine klare Aufgabentrennung etwa bei Marketing und Produktentwicklung zwischen Land, Destination, Kreis und Kommunen vorgeben.

Mit zum Marketing-Paket gehört für Miklautz auch die geplante Gästekarte für die Schwäbische Alb. Sie schafft einen hohen Mehrwert für die Gäste und wird helfen, den heimischen Tourismus zu digitalisieren und Formen der nachhaltigen Mobilität voranzutreiben. Vor diesem Hintergrund sollte das Land prüfen, ob es die Einführung der Karte finanziell unterstützen kann.

V.i.S.d.P.: IHK Reutlingen

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