Hochschule Pforzheim

G7-Umweltministertreffen

Nordschwarzwald | 13.06.2017

: Prof. Dr. Mario Schmidt (4.v.r.) im Kreis der Universitätsvertreter aus den G7-Ländern. Foto: Hochschule Pforzheim
: Prof. Dr. Mario Schmidt (4.v.r.) im Kreis der Universitätsvertreter aus den G7-Ländern. Foto: Hochschule Pforzheim

Pforzheim: Die Universitäten der führenden Industrieländer können einen wesentlichen Beitrag leisten, wenn es um die langfristige nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft geht. Diese darf dabei nicht nur Gegenstand spezialisierter Studiengänge sein, sondern muss integraler Bestandteil für alle Studierenden werden.

Durch Forschung, Entwicklung von praxisnahen Lösungen sowie den Austausch mit der Wirtschaft und anderen gesellschaftlichen Gruppen können Universitäten die nachhaltige Entwicklung entscheidend fördern. Das war das Ergebnis eines Experten-Workshops, der im Rahmen des G7-Umweltministertreffens am 11. und 12. Juni 2017 in Bologna stattgefunden hat. Professor Dr. Mario Schmidt vom Institute for Industrial Ecology (INEC) der Hochschule Pforzheim wurde als einer von zwei deutschen Vertretern vom Bundesumweltministerium zu diesem Workshop eingeladen. 

„Es war eine spannende Diskussion mit den Kollegen aus den anderen Ländern. Es gab keinen Dissens über die Bedeutung der Nachhaltigkeit. Selbst das Thema Klimaschutz war unter den Universitätsvertretern nicht strittig, da die Universitäten alle vor den gleichen Herausforderungen stehen“, fasst Mario Schmidt, der in Pforzheim und als Honorarprofessor an der Universität Lüneburg arbeitet, die Ergebnisse aus Bologna zusammen. „Wie vermitteln wir Nachhaltigkeit an die junge Generation? Wie motivieren wir sie? Wie befähigen wir sie am besten, die Probleme der Zukunft zu lösen?“, diese Fragen gilt es in Zukunft zu beantworten, so Schmidt. Die Ergebnisse des Workshops präsentierten die Experten der Ministerrunde am Montag, den 12. Juni 2017. 

Die Expertenrunde kam zu dem Schluss, dass das Thema Nachhaltigkeit ist in der akademischen Welt schwierig umzusetzen sei, da sie problemorientiert ist und auf viele verschiedene Wissensbereiche zurückgreifen müsse. Das erfordert eine übergreifende Zusammenarbeit zwischen Naturwissenschaftlern, Ingenieuren, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften und vielen weiteren Wissenschaftsbereichen. Gerade diese interdisziplinäre Vernetzung wurde von der Expertengruppe gefordert, da Universitäten meist nach Fachdisziplinen gegliedert sind. Die Vernetzung müsse aber nicht nur in den Hörsälen erfolgen, sondern verschiedene Anspruchsgruppen und die Zivilgesellschaft einbeziehen. Ein geflügeltes Wort waren in der exklusiven Runde so genannte „Living Labs“: Die Universitäten erproben dabei realitätsnah Maßnahmen auf dem eigenen Campus, die den Umwelt- und Klimaschutz sowie die Nachhaltigkeit voranbringen. 

Der G7-Gipfel der führenden Industrienationen wird in diesem Jahr in Italien ausgerichtet. In Bologna fand am Wochenende das Umweltministertreffen statt, zu dem parallel Runden von Unternehmens- und Universitätsvertretern aus den G7-Ländern einberufen wurden.

V.i.S.d.P.: Hochschule Pforzheim

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