IHK Ostwürttemberg

1.721 Azubis starten in IHK-Berufen

Ostwürttemberg  | 10.09.2018

Über alle Wirtschaftsbereiche betrachtet, ist der Lehrstellenzuwachs relativ einheitlich. Foto: ©IHK
Über alle Wirtschaftsbereiche betrachtet, ist der Lehrstellenzuwachs relativ einheitlich. Foto: ©IHK

Heidenheim: Zum Ausbildungsbeginn am 1. September 2018 haben die Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistung im Bezirk der IHK Ostwürttemberg insgesamt 1.721 Ausbildungsverträge abgeschlossen. Das sind 4,4 Prozent oder 73 Verträge mehr als vor einem Jahr – ein überaus erfreuliches Ergebnis nach jahrelangen Rückgängen. Insgesamt betreut die Industrie- und Handelskammer Ostwürttemberg somit 4.829 Ausbildungsverhältnisse im gewerblichen und kaufmännischen Bereich.

Mit 1.721 bei der IHK Ostwürttemberg neueingetragenen Ausbildungsverhältnissen beginnt das Ausbildungsjahr 2018 erneut mit einem sehr erfreulichen Plus von 4,4 Prozent oder 73 mehr Ausbildungsverträgen gegenüber dem Vorjahr. „Nach jahrelangen Rückgängen begleitet uns dieser positive Trend nun im zweiten Jahr in Folge, freut sich IHK-Hauptgeschäftsführerin Michaela Eberle. „Unsere Bemühungen um die duale Ausbildung scheinen nun zu greifen. Trotz den verschiedenen Einflüssen, wie rückläufige Schulabgangszahlen, der demografischen Entwicklung oder dem Trend der Jugendlichen an die Hochschulen haben die Unternehmen in der Region die Jugendlichen von einer dualen Berufsausbildung und den damit verbundenen tollen Chancen in Industrie, Handel und Dienstleistung begeistert“, so Michaela Eberle weiter. Ostwürttemberg liegt damit weit über dem landesweiten Durchschnitt von lediglich Plus 0,3 Prozent. Mit Blick auf die Landkreise der Region, legten zum Ausbildungsstart der Landkreis Heidenheim bei den neueingetragenen Ausbildungsverträgen um 6,4 Prozent auf 463 zu und der Ostalbkreis mit einem Plus von 3,7 Prozent auf 1.258. Über alle Wirtschaftsbereiche betrachtet, ist der Lehrstellenzuwachs relativ einheitlich. Ein kleiner Ausschlag nach oben ist bei den Metallberufen festzustellen, die insgesamt 34 Ausbildungsverträge (plus 5,8 Prozent) mehr verzeichnen konnten.

Blick in die Branchen zeigt Erfolge und Herausforderungen

Die Hotel- und Gaststättenberufe liegen mit 61 Verträgen wieder auf dem noch immer zu schwachen Vorjahresniveau. Dies hat zur Folge, dass in der Branche aktuell der größte Fachkräftemangel beklagt wird. Gleiches ist im Handel festzustellen. Zwar ist in der Branche die Zahl der neuen Auszubildenden konstant; dies reicht jedoch nicht aus, alle freien Ausbildungsplätze zu besetzen.

André Louis, Leiter Ausbildung bei der IHK Ostwürttemberg, sieht die Gründe für die steigenden Ausbildungszahlen im Metallbereich in der Teilnovellierung der Ausbildungsinhalte in den Metall- und Elektroberufen. Insbesondere wurden die Berufe mit Inhalten zur Digitalisierung aufgewertet und zudem mit vier Zusatzqualifikationen ausgestattet, die das Thema Digitalisierung beinhalten. Die kaufmännischen Berufe wurden dieses Jahr um den E-Commerce-Bereich erweitert. So kann seit 1. August 2018 der Kaufmann für E-Commerce ausgebildet werden. Insgesamt vier Jugendliche beginnen in dem neuen Beruf ihre Ausbildung. „Richtig durchstarten wird dieser neue Beruf erst im nächsten Jahr“, ist sich Louis sicher, der weiß, dass die Unternehmen in diesem Jahr vielfach den Bewerberprozess zum Start des neuen Berufes bereits abgeschlossen hatten.

V.i.S.d.P.: IHK Ostwürttemberg

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