IHK Ostwürttemberg

3,1 Milliarden Euro Kaufkraft in der Region

Ostwürttemberg  | 24.08.2018

3,1 Milliarden Euro Kaufkraft in der Region. Foto: IHK
3,1 Milliarden Euro Kaufkraft in der Region. Foto: IHK

Heidenheim: Die IHK Ostwürttemberg hat die Kaufkraftdaten der Region analysiert und dabei in Ostwürttemberg eine einzelhandelsrelevante Kaufkraft in Höhe von knapp 3,144 Mrd. Euro ermittelt. Damit verfügt jeder Einwohner in der Region über durchschnittlich 7.068 Euro, die im stationären, Versand- und Online-Handel ausgeben werden können. Ostwürttemberg liegt damit über dem bundesweiten Durchschnitt, der bei 6.924 Euro pro Person liegt.

In absoluten Zahlen liegen bei der einzelhandelsrelevanten Kaufkraft erwartungsgemäß die Großen Kreisstädte mit den meisten Einwohnern vorne: Aalen mit insgesamt knapp 502 Mio. Euro, Schwäbisch Gmünd mit 415 Mio. Euro, Heidenheim mit 339 Mio. Euro, Ellwangen mit 173 Mio. Euro und Giengen mit 129 Mio. Euro. Pro Einwohner nimmt Rosenberg mit 9.132 Euro deutlich den ersten Platz vor Mutlangen mit 7.523 Euro ein. Königsbronn folgt als erste Gemeinde aus dem Landkreis Heidenheim auf Platz 5 mit 7.420 Euro und somit auch deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Alexander Paluch, Branchenkoordinator Handel der IHK Ostwürttemberg, hat die Ergebnisse zusammengefasst und erklärte: „Unter den 79 IHK-Bezirken Deutschlands liegt Ostwürttemberg bei der einzelhandelsrelevanten Kaufkraft pro Kopf auf Rang 26 und damit noch vor IHK-Bezirken wie beispielsweise Schwaben, Rhein-Neckar, Kiel oder Berlin. Sehr erfreulich ist auch, dass die einzelhandelsrelevante Kaufkraft im Durchschnitt der fünf Großen Kreisstädte der Region mit 7.304 Euro deutlich über dem Vergleichswert von Baden-Württemberg (6.118 Euro) und Deutschland (6.176 Euro) liegt.

Umsätze im stationären Einzelhandel gestiegen

Die Umsätze im stationären Einzelhandel sind im Vergleich zu den Vorjahren gestiegen. Paluch: „Das zeigt, in der Region wird auch weiterhin stationär nachgefragt und gekauft, was für die hiesige Handelsbranche von großer Bedeutung.“ Bei den Umsätzen liegen die großen Standorte naturgemäß vorne: Aalen (514 Mio. Euro), Schwäbisch Gmünd (440), Heidenheim (414) und Ellwangen (215). „Bopfingen schiebt sich hier mit knapp 116 Mio. Euro sogar noch vor Giengen, wo der örtliche Einzelhandel knapp 94 Mio. Euro an Umsatz erwirtschaftet. Positiv für Bopfingen dürfte sich die Neueröffnung eines Möbelhauses ausgewirkt haben“, erklärt der Handelsexperte.

Interessant ist dabei aber auch der stationäre Umsatz pro Einwohner in der Region: Nach Bopfingen (9.816 Euro), Ellwangen (8.639 Euro) und Heidenheim (8.475 Euro) folgen Essingen (7.770 Euro), Aalen (7.561 Euro) und Schwäbisch Gmünd (7.248 Euro). Diese liegen damit auch alle über dem deutschlandweiten Durchschnitt von 7.240 Euro Umsatz pro Einwohner im stationären Einzelhandel.

In Essingen ist der relativ hohe Pro-Kopf-Umsatz wohl insbesondere auf das interkommunale Gewerbegebiet Dauerwang, ein Zweckverband der Gemeinde Essingen mit der Stadt Aalen, zurückzuführen. „Oftmals sind außergewöhnlich hohe Kennzahlen auch auf große Einzelhandelsflächen auf der grünen Wiese zurückzuführen. Diese Flächen bündeln Kaufkraft und führen zu einer Umsatzverbesserung an diesen Standorten. Die Kehrseite dazu bildet sich jedoch dann an den Orten, wo die Versorgung der Bevölkerung nur noch untergeordnet direkt vor Ort erfolgt“, so Paluch. Hier spielt der Erhalt der Nahversorgung bzw. die Versorgung mit Waren des täglichen Bedarfs dann eine wichtige Rolle.

Vorjahresvergleiche

Im Vergleich zu den beiden Vorjahren sind die absoluten Umsatzzahlen in den Städten und Gemeinden über 10.000 Einwohnern insgesamt gestiegen. Hier ist vor allem wieder Bopfingen mit einem Anstieg von etwa 38 Prozent hervorzuheben, das von der beschrieben Neueröffnung eines Möbelhauses profitiert. Paluch: „Insgesamt ist die Kaufkraft für den Einzelhandel in allen Städten bzw. Gemeinden Ostwürttembergs seit 2016 kontinuierlich angestiegen. Dies hängt wiederum mit der aktuell guten wirtschaftlichen Lage, dem daraus resultierenden stabilen Einkommen und der gleichzeitig geringen Arbeitslosigkeit in der Region zusammen.“

V.i.S.d.P.: IHK Ostwürttemberg

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