Das große Engagement der Kommunen

Der Ostalbkreis ist nun Europäische Energie- und Klimaschutzkommune

Ostwürttemberg  | 25.02.2019

Foto: KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH Foto: KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH

Aalen: Am vergangenen Montag (18.02.2019) hat Umweltminister Franz Untersteller in Tübingen insgesamt vier Landkreisen, 17 Städten und 16 Gemeinden aus Baden-Württemberg den European Energy Award (EEA) verliehen. Unter den Preisträgern ist auch der Ostalbkreis.

„Mit dem Preis würdigen wir das große Engagement der Kommunen, die ihre lokale Energie- und Klimaschutzpolitik mit ganz konkreten Maßnahmen beharrlich und erfolgreich voranbringen“, sagte der Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft. Die Rekordzahl von 37 Gewinnern sende ein starkes Signal für den Klimaschutz im Land aus, so Untersteller.

In Baden-Württemberg nehmen aktuell insgesamt 102 Städte und Gemeinden sowie 20 Landkreise am European Energy Award teil. „So viele Teilnehmer gibt es in keinem anderen Bundesland. Das unterstreicht die führende Rolle, die Baden-Württemberg beim Klimaschutz in Deutschland einnimmt“, betonte der Minister.

Der Kreistag des Ostalbkreises hatte im Dezember 2013 einstimmig beschlossen, dass der Ostalbkreis am European Energy Award (EEA) für Landkreise teilnimmt und als Instrument zur Umsetzung der Maßnahmen aus dem Klimaschutzkonzept des Ostalbkreises nutzen wird. Der EEA-Prozess wurde im Mai 2015 mit der Konstituierung des Energieteams der Kreisverwaltung gestartet. In dem über drei Jahre angelegten europäischen Qualitätsmanagementsystem und Zertifizierungsverfahren wurde der Ostalbkreis fachlich durch das EKO-EnergiekompetenzOstalb e.V. begleitet und beraten, sodass im vergangenen Jahr die Zertifizierung zum European Energy Award erfolgreich abgeschlossen wurde.

Die Auszeichnung mit dem EEA nahm Achim Bihr, Geschäftsbereichsleiter Hochbau und Gebäudewirtschaft beim Landratsamt Ostalbkreis, aus den Händen des Umweltministers entgegen. Die Delegation des Ostalbkreises wurde durch Ralf Bodamer, Geschäftsführer des EKO-EnergiekompetenzOstalb, und Astrid Kloos, EEA-Beraterin beim EKO, vervollständigt.

Der Ostalbkreis hat in seinen Verwaltungs- und Schulgebäuden und in den drei Kliniken bereits zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, die den Energieverbrauch verringert und zur

Reduktion von Treibhausgas-Emissionen beigetragen haben. Der Ausbau von Photovoltaik-Eigenverbrauchs- und Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen trägt zusätzlich zu deutlichen Emissionseinsparungen bei. Beim Strombezug setzt der Ostalbkreis auf 100 Prozent zertifizierten Öko-Strom. Rund 23 Prozent des Wärmeverbrauchs der Verwaltungs- und Schulgebäude sowie der Kliniken stammen aus erneuerbaren Energien. Betrachtet man nur die Verwaltungs- und Schulgebäude des Ostalbkreises, stammen sogar 37 Prozent der Wärme aus erneuerbarer Energien und rund 24 Prozent des Stromverbrauchs aus Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Besonders erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang die Mitarbeiter-PV-Anlage auf dem Dach des Landratsamtsgebäudes in Aalen, welche durch Landratsamts-Mitarbeiter finanziert und betrieben wird.

„Wir freuen uns über diese Auszeichnung, mit der unsere Klimaschutzmaßnahmen honoriert werden“, so Landrat Klaus Pavel. Alle Energieteammitglieder seien stolz darauf, dass der Ostalbkreis die Zertifizierung geschafft hat und nun mit dem EEA ausgezeichnet wurde. Das Energieteam werde auch weiterhin an der Umsetzung der entwickelten Maßnahmen arbeiten.

V.i.S.d.P.: Landratsamt Ostalbkreis