IHK Ostwürttemberg

Geschäftsmodell nachhaltig aufstellen

Ostwürttemberg  | 28.11.2018

Die Mitglieder des IHK-Forschungs- und Innovationsausschusses mit Frank Opletal, Dr. Matthias Maute & Joachim Schöffer. Foto:IHK
Die Mitglieder des IHK-Forschungs- und Innovationsausschusses mit Frank Opletal, Dr. Matthias Maute & Joachim Schöffer. Foto:IHK

Heidenheim: In einer digitalen Welt brauchen Unternehmen mehr Tempo und Beweglichkeit um Innovationen zu beschleunigen. Darin waren sich die Mitglieder des IHK-Forschungs- und Innovationsausschusses einig. Impulse hierfür gaben Frank Opletal, CTO der Voith Paper Holding und Dr. Matthias Maute, Innovationsmanager des Geschäftsbereichs Automotive Electronics der Robert Bosch GmbH bei der Ausschusssitzung am 20. November 2018 bei Voith Paper in Heidenheim.

Der Forschungs- und Innovationsausschuss ist ein zentrales Beratungsgremium der IHK Ostwürttemberg. Mit seinen 23 Mitgliedern aus Wirtschaft und Wissenschaft tagte der Ausschuss vergangenen Dienstag bei Voith Paper in Heidenheim. Wie sich traditionelle Unternehmen im digitalen Zeitalter wandeln müssen, um Impulse für völlig neue Innovationen zu bekommen war Thema des Gremiums. Dominic Lutz, Vorsitzender des IHK-Forschungs- und Innovationsausschusses: „Innovationen durch digitale Technologien wie etwa IoT-Plattformen (kurz für Internet of Things), künstliche Intelligenz oder die Blockchain verändern etablierte Geschäftsmodelle schnell. Wie das geht müssen wir in unseren erfolgreichen Traditionsunternehmen schneller lernen und verstehen. Wir brauchen andere Spielregeln, um neue Geschäftsmodelle zu schaffen, sowie neue Produkte und Dienstleistungen schneller als zuvor auf den Markt zu bringen“.

Als eine Reaktion auf diese Erkenntnis geht Voith mit neuen agilen Prozessen, Methoden und Konzepten in Richtung zukunftsfähige Innovation - man beschäftigt sich mit neuen Geschäftsmodellen und Simulationen.

Ein separates Foresight Team betreibt Technologie Scouting für Fertigungsmethoden und Materialien. „Das Team hat die Freiheit, in alle Richtungen zu denken und mit Externen zusammen zu arbeiten. Alle Einfälle zu einem bestimmten Thema werden zunächst zugelassen, egal ob diese auf den ersten Blick absurd erscheinen oder nicht“, so Frank Opletal, CTO der Voith Paper Holding. Diese Ideen werden dann in einem strukturierten Produktentstehungsprozess kanalisiert und sortiert um anschließend zu entschieden, welche davon mittels „Agile-Stage-Gate“- oder „SCRUM“- Prozessen weiterentwickelt werden.

Der Innovationsmanager Dr. Matthias Maute erläuterte, dass die Robert Bosch GmbH im Geschäftsbereich Automotive Electronics von einer innovationsfreudigen Startup-Kultur profitieren will. So hat Bosch ein internes Startup-Programm ins Leben gerufen, dass nicht nur den Kulturwandel im Technologiekonzern befördern, sondern gerade bei der Entwicklung von neuen digitalen Geschäftsfeldern mehr Geschwindigkeit und Agilität zulassen soll. Die Entscheidung, aus welcher Idee sich ein Start-Up entwickeln kann, ist bei Bosch in mehrere Schritte unterteilt. Als erstes präsentieren Mitarbeiterteams ihre Ideen dem Bereichsvorstand. Nach der Entscheidung aus welcher Idee ein Geschäft generiert werden kann, entwickeln die Teams im sogenannten „InnoLab“ Prototypen. Dieses bietet auf einer Fläche von 2000 Quadratmetern ein Elektroniklabor, ein Chemie- und ein Mechaniklabor mit entsprechender Ausstattung. Im nächsten Schritt werden die Teams dabei unterstützt, ein Start-up aufzubauen und ihre Ideen erfolgreich umzusetzen.

Welchen Einfluss Kosten auf Innovationen haben und wie diese bereits in der Ideen- und Konzeptphase ermittelt werden können, berichtete der Geschäftsführer der 4Cost GmbH in Berlin Joachim Schöffer. Mit dem parametrischen Ansatz können bereits Ideen zuverlässig ermittelt und so Transparenz im Innovationsprozess geschaffen werden.

V.i.S.d.P.: IHK Ostwürttemberg

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