IHK Ostwürttemberg

Konjunkturmotor brummt unverändert

Ostwürttemberg  | 30.05.2018

Konjunkturmotor brummt unverändert. Foto: @VadimVasenin/depositphotos.com
Konjunkturmotor brummt unverändert. Foto: @VadimVasenin/depositphotos.com

Heidenheim: Die Ergebnisse der IHK-Konjunkturumfrage im Frühjahr 2018 zeigen, für die regionale Wirtschaft läuft es weiterhin ausgesprochen rund: Der Konjunkturmotor brummt. Angesichts weiterhin guter Umsatz- und Ertragsentwicklung bewertet die regionale Wirtschaft ihre aktuelle Geschäftslage überwiegend positiv. Auch sind die Perspektiven für die wirtschaftliche Entwicklung auf hohem Niveau unverändert gut. Einziger Wermutstropfen bleibt die wachsende Sorge um den zunehmenden Fachkräftemangel. Personalengpässe könnten zur größten Expansionsbremse werden.

Nach einem überaus positiven Jahresstart hat sich die konjunkturelle Entwicklung in Ostwürttemberg im Frühjahr 2018 unverändert gut weiterentwickelt. Dank hoher Produktions- und Absatzzahlen befindet sich die überwiegende Mehrheit der Unternehmen in hervorragender Verfassung. IHK-Hauptgeschäftsführerin Michaela Eberle: „Die Auslastung gerät in einer wachsenden Zahl von Betrieben an ihre Grenzen, so dass auch die Bereitschaft, weiterhin mehr Personal einzustellen sowie verstärkt in die hiesigen Standorte zu investieren, weiter zugenommen hat.“ Entsprechend bewertet die regionale Wirtschaft ihre aktuelle Lage wie schon zu Jahresbeginn so positiv wie noch nie in den letzten zehn Jahren. Über alle Branchen hinweg bewerten 56 Prozent der befragten Unternehmen in Ostwürttemberg ihre Geschäftslage mit „gut“; 41 Prozent urteilen mit „befriedigend“. Lediglich 3 Prozent sehen sich in einer schlechten aktuellen Lage. Der IHK-Geschäftslageindikator (Differenz zwischen positiven und negativen Lageurteilen) liegt mit 53 Punkten auf dem Rekordniveau zu Jahresbeginn mit 56 Punkten.

In allen Wirtschaftszweigen herrscht eine deutlich positive Stimmung, insbesondere in der regionalen Industrie. Auch die Anbieter von Dienstleistungen, allen voran die unternehmensnahen, sind in einer hervorragenden Lage. Michaela Eberle: „Die gewachsene Dynamik dürfte die regionale Wirtschaft bis weit ins neue Jahr tragen. Denn die Geschäftserwartungen fallen ebenfalls sehr positiv aus.“ Vor dem Hintergrund eines gleichbleibenden (über 54 Prozent) bis weiter steigenden (über 39 Prozent) Auftragseingangs, erwarten über 90 Prozent der befragten Unternehmen, dass sich ihre Geschäfte in den nächsten zwölf Monaten weiter positiv entwickeln werden. Dabei geht knapp jeder dritte Betreib sogar von weiteren Verbesserungen aus. Mit zunehmenden Nachfrageimpulsen wird dabei sowohl aus dem Ausland als auch aus dem Inland gerechnet. „Dieses Umfeld ist der ideale Nährboden für künftige Investitionsentscheidungen“, erklärt die IHK-Chefin. Denn jeweils knapp 40 Prozent der investierenden Unternehmen gehen von gleichbleibenden bis weiter steigenden Ausgaben aus. Üblicherweise dienen die Ausgaben in weiten Teilen dem Ersatz und der Rationalisierung. Eberle: „Dass jedoch derzeit bei jedem zweiten Betrieb Investitionen für Innovationen geplant werden und bei knapp 30 Prozent für Kapazitätserweiterungen, belegt die robuste und zukunftssichere Verfassung der heimischen Wirtschaft.“ Nicht zuletzt trägt hier der wirtschaftliche Erfolg auf den zahlreichen Exportmärkten bei. Gerade in der Industrie mit ihrer globalen Präsenz ist die Zuversicht besonders ausgeprägt. Hinzu kommt: Den Investitionsgüterherstellern und ihren Zulieferern bescheren die anziehenden Inlandsinvestitionen neue Aufträge. 

Michaela Eberle: „Vor diesem Hintergrund läuft der Arbeitsmarkt Gefahr, immer mehr zur Investitionsbremse zu werden.“ Der Fachkräftemangel stellt für die meisten Unternehmen nach wie vor das größte wirtschaftliche Risiko dar. 58 Prozent der Befragten gaben den Fachkräftemangel als größtes Risiko an. Auf Platz zwei folgten die Energie- und Rohstoffpreise (50 Prozent), gefolgt von Arbeitskosten (48 Prozent). Nichts desto trotz nimmt der Personalbedarf weiterhin zu. 20 Prozent der Unternehmen wollen ihre Beschäftigtenzahl in diesem Jahr erhöhen, 65 Prozent wollen ihre Belegschaftsstärke in etwa konstant halten und knapp 15 Prozent planen, mit weniger Personal auszukommen.

V.i.S.d.P.: IHK Ostwürttemberg

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