IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg

Eskalation im Handelsstreit

Schwarzwald-Baar-Heuberg | 13.08.2018

Eskalation im Handelsstreit. Foto: © boscorelli / depositphotos.com
Eskalation im Handelsstreit. Foto: © boscorelli / depositphotos.com

Villingen-Schwenningen: Eine weitere Eskalation des Handelsstreits zwischen USA und China mit Zöllen und Gegenzöllen könnte laut Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwarzwald-Baar-Heuberg auch spürbare Auswirkungen auf die regionalen Unternehmen haben. „Momentan lässt es sich nur schwer abschätzen, von welchem finanziellen Schaden wir hier sprechen. Aktuell gibt es in der Region 73 Unternehmen, die in China produzieren. Sie haben entweder ein Tochterunternehmen mit einer eigenen Produktion, ein Joint-Venture oder lassen durch Kooperations- bzw. Lizenzverträge vor Ort in Asien produzieren“, sagt IHK-Außenwirtschaftsexperte Jörg Hermle zu den regionalen Zahlen.

Laut Hermle werden diese Produkte dann entweder direkt in die USA exportiert oder gelangen indirekt über Händler im EU-Binnenmarkt weiter in die USA. Umgekehrt sind 74 Unternehmen von chinesischen Gegenzöllen betroffen, die in den USA produzieren oder produzieren lassen und anschließend ihre Waren nach China exportieren wollen.

All diese Unternehmen stellen sich angesichts dieser schwierigen Situation die Frage, wie sie mögliche Verluste begrenzen können. Denn unklar ist, ob es sich bei diesem Handelsstreit zwischen den beiden Wirtschaftsmächten nur um ein kurzfristiges Phänomen handelt oder dieser von längerer Dauer ist.

Jörg Hermle rät daher Unternehmen, die aktuell in China produzieren lassen und einen Direktexport in die USA ohne weitere Zwischenverarbeitungsschritte vornehmen, über Alternativen nachzudenken: „Die Betriebe sollten überlegen, ob sie mit ihrer Produktion auf Nachbarmärkte, wie zum Beispiel Vietnam, Malaysia, Philippinen oder Indonesien, zumindest vorübergehend ausweichen können. Eine weitere Möglichkeit wäre, die Produkte zumindest nicht vollständig in China zu produzieren, sondern weitere Zwischenverarbeitungsschritte in asiatischen Nachbarmärkten mit einzuplanen. Über diesen Weg könnten die Betriebe möglicherweise einen nicht-chinesischen Warenursprung für den US-Markt erreichen. Umgekehrt sollten die regionalen Unternehmen darüber nachdenken, ob sie US-Produkte, die mit hohen Gegenzöllen in China belastet werden, durch Produkte mit europäischem bzw. nicht US-amerikanischen Warenursprung ersetzen können.“

V.i.S.d.P.: IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg

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