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Bitcoin: Ein Anlagetrend mit hohem Risiko

Stuttgart (Region) | 16.05.2018

Bitcoin: Ein Anlagetrend mit hohem Risiko. Foto: ©ulchik74 / depositphotos.com
Bitcoin: Ein Anlagetrend mit hohem Risiko. Foto: ©ulchik74 / depositphotos.com

Stuttgart: Kryptowährungen und allen voran der Bitcoin haben in den vergangenen Monaten für einen Hype auf dem Finanz- und Anlagemarkt gesorgt, der seinesgleichen sucht. Für den normalen Anleger sind Bitcoin und Co. jedoch nicht geeignet, so die Kapitalmarktexperten von ELLWANGER & GEIGER.

Mit dem Bitcoin hat sich die bekannteste unter den rund 1.400 internetbasierten Kryptowährungen zum Spekulationsobjekt entwickelt. Zwar funktionieren diese im Gegensatz zu den althergebrachten Zahlungsmitteln unabhängig von staatlichen Zahlungsverkehrssystemen, womit Zentralbanken ebenso wenig wie Geschäftsbanken Einflussmöglichkeiten auf die Ausgestaltung und Werthaltigkeit dieser Währungen haben. Da es jedoch keine Regulierung für diese neue Generation der Zahlungsmittel gibt, kann niemand den genauen Wert dieser Währungseinheit bemessen. Als Anlageobjekt ist eine solche Kryptowährung deshalb nicht geeignet, weil starke Schwankungen vorprogrammiert sind. Nur für sehr spekulativ orientierte Investoren kommt das Internetgeld in Frage.

„Wir empfehlen unseren Anlegern die Kryptowährungen nicht, das Motto heißt Finger weg“, sagt Andreas Rapp, Leiter Private Banking bei ELLWANGER & GEIGER. Von den fünf bis sieben wichtigsten würden sich am Ende vielleicht zwei oder drei durchsetzen.

Wie die Experten von ELLWANGER & GEIGER schreiben, sollte man nicht verkennen, dass aufgrund der wachsenden Konkurrenz der Marktanteil der Bitcoins von 90 Prozent auf knapp 50 Prozent gesunken ist. Konkurrenzwährungen wie Ethereum, Litecoin oder ZCoin mischen inzwischen mit. Bei der Bitcoin-Währung seien derzeit zudem nur bis zu sieben Transaktionen pro Sekunde möglich. Zum Vergleich: das VISA-Netzwerk ermöglicht bis zu 1.700 Transaktionen pro Sekunde. Dies führt zu hohen Gebühren (20 bis 30 Euro pro Transaktion) und langen Wartezeiten.

Wie hochspekulativ das virtuelle Geld ist, zeigt auch das Beispiel der Firma Eastman Kodak: Deren Aktienkurs ist zu Beginn des Jahres an einem Tag um 120 Prozent gestiegen, einzig weil das Unternehmen ankündigte, eine eigene Kryptowährung aufzulegen. Noch besser machte es ein britisches Unternehmen, das seinen Namen von „On-line PLC“ in „On-line Blockchain PLC“ änderte und daraufhin seinen Aktienkurs vervierfachen konnte.

Auch wenn noch nicht sicher ist, welche Kryptowährung sich eines Tages durchsetzen wird, eines scheint klar zu sein: die zugrundeliegende Blockchain-Technologie wird sich als Innovation behaupten. Ihr großer Vorteil besteht darin, die Vormachtstellung der großen US-Internet-Unternehmen zu durchbrechen, was allerdings Bildungsinitiativen und Investitionen in diesem Bereich voraussetzt. Nicht nur in Verbindung mit dem großen Projekt „Industrie 4.0“ sind sichere Datenverbindungen und -übertragungen essentiell notwendig. Auch in vielen anderen Wirtschaftsbereichen, wie Versicherung, Katasterämter, Logistik oder sonstigen dezentralisierten Märkten finden sich Anwendungsbereiche dieser neuartigen Technologie, etwa wenn es um Speicherplatz und Rechenleistung geht.

V.i.S.d.P.: BANKHAUS ELLWANGER & GEIGER KG

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