WBO Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer e.V.

Verdi verweigert Verhandlungsaufnahme

Stuttgart (Region) | 08.02.2019

Verdi verweigert Verhandlungsaufnahme. Foto: ©filmfoto / depositphotos.com
Verdi verweigert Verhandlungsaufnahme. Foto: ©filmfoto / depositphotos.com

Stuttgart: In der zweiten Tarifrunde am 07.02.2019 legen die privaten Busunternehmen ein Angebot in Höhe von insg. 5,8 % mehr Lohn bei einer Laufzeit von 36 Monaten auf den Tisch - Verdi lehnt das Arbeitgeberangebot ab und verweigert den Unternehmen Verhandlungen. Fahrgäste müssen nun mit weiteren Streikmaßnahmen rechnen. Die nächste Verhandlungsrunde ist für 18.02.2019 angesetzt.

„Verdi bewegt sich nicht“, kommentiert Eberhard Geiger die erfolglose Tarifrunde am heutigen Donnerstag. „Nach der überzogenen Verdi-Forderung (5,8 % auf 12 Monate) und den völlig unverhältnismäßigen und unnötigen Streiks schon vor den Verhandlungen hat Verdi heute unser Angebot von insg. 5,8 Prozent auf 36 Monate als Verhandlungsbasis abgelehnt. Verdi geht dabei an der Realität vorbei. Es geht bei den WBO-Mitgliedern nicht ums Wollen: Die Wettbewerbssituation der privaten Omnibusunternehmen und reine Preisausschreibungen lassen keine unverhältnismäßige Lohnerhöhung zu. Das kann der Fahrgast nicht bezahlen!“

Laut WBO muss mit weiteren Streikaktionen zu Lasten der Fahrgäste in der nächsten Woche gerechnet werden. Womöglich landesweit.

„Verdi verspielt hier viel Vertrauen in der Bevölkerung und auf Seiten der Betriebe“, so Yvonne Hüneburg, stellv. WBO-Geschäftsführerin, zur Verdi-Verweigerungshaltung. Das WBO-Angebot erfolgte inhaltlich nah an dem Abschluss, den man vor zwei Jahren getätigt hat. Dort hat man mit 2,4 % und 2,2 % bei 27 Monaten Laufzeit mit Verdi abgeschlossen. „Bei gleichen bzw . sich verschlechternden Rahmenbedingungen für die Betriebe ist man jetzt Verdi-seitig nicht einmal bereit, die Verhandlungen auf dieser Basis zu führen. So sieht kein ergebnisorientiertes Handeln aus – das ist bedauerlich.“

Wichtig ist dem WBO auch eine lange Laufzeit des Tarifabschlusses. Mindestens 24 Monate Laufzeit beim Lohntarifvertrag – wie in den Vorjahren – ist für die Betriebe von existenzieller Wichtigkeit.

Herr Geiger erklärt abschließend: „Am Ende trägt Verdi die Auseinandersetzung über den Fahrgast aus, der auf die Verhandlungen überhaupt keinen Einfluss nehmen kann. Das ist unverhältnismäßig - Streik kann und darf nur das letzte Mittel sein. Wir hoffen, dass Verdi am 18.02.2019 mit realistischeren Vorstellungen an den Verhandlungstisch zurückkehrt.“

Hintergrund: Am Donnerstag, 7. Februar hat der WBO bei den Tarifverhandlungen ein Angebot vorgelegt: Insg. 5,8 Prozent mehr Entgelt bei einer Laufzeit von 36 Monaten für das Fahrpersonal im privaten Omnibusgewerbe Baden-Württembergs. Dies wurde von Verdi abgelehnt. Ein Busfahrer in den WBO-Mitgliedsbetrieben verdient durchschnittlich 3.500 - 4.000 € brutto, und die Löhne werden jedes Jahr erhöht. Dies zeigt, wie wichtig es den Unternehmen ist, dass das Personal gut bezahlt wird und Anerkennung für die verantwortungsvolle Tätigkeit findet. Die Verdi-Forderung von 5,8 Prozent mehr Lohn bei einem aktuellen BKF-Lohn von 17,00 € ist unverhältnismäßig: „Der Fahrgast ist nicht das Verdi-Sparschwein! Viele ÖPNV-Nutzer sind auf einen bezahlbaren ÖPNV angewiesen. Als verantwortungsvoller Sozialpartner steht der WBO zu einer guten Entlohnung – aber im Gegensatz zu Verdi haben die privaten Omnibusunternehmen auch den Fahrgast im Blick.

V.i.S.d.P.: WBO Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer e.V. 

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