Beitrag von Dennis Bürger

Video Marketing 2016 - 7 Fragen und Antworten

Onlinemarketing | 04.05.2016

Heutzutage ist es jedem möglich, Videos zu drehen. Foto: depositphotos.com / © pakhay
Heutzutage ist es jedem möglich, Videos zu drehen. Foto: depositphotos.com / © pakhay

Heilbronn: Content Marketing, die eigene Unternehmen-App und Video Marketing – Schlagwörter die man im Online Marketing in den letzten Jahren nur zu oft gehört hat. Branchenkenner wissen, dass es sich hier längst nicht mehr um Trends handelt. Im zweiten Teil der Reihe beantwortet Dennis Bürger die wichtigsten Fragen zu Video Marketing.

Wie kann man Video Marketing am einfachsten erklären?

Video Marketing soll die Botschaft von Unternehmen visuell vermitteln, Emotionen wecken und die Zuschauer animieren, mit dem Unternehmen zu interagieren. Unternehmen können ihre Zielgruppe mit Videos auf der eigenen Website, auf fremden Websites und in sozialen Netzwerken erreichen.

Gibt es Unterschiede zwischen B2B und B2C Video Marketing?

Im Grunde ist die Vorgehensweise dieselbe. Man versucht, mit der Zielgruppe zu interagieren. Unterschiede ergeben sich bei der Aufbereitung und Professionalität der Videos. Solange der Content hochwertig ist, reicht es bei kleineren Unternehmen im B2C Segment meist aus, Videos auf Amateurniveau zu produzieren. Die Zielgruppe ist bereits befriedigt, wenn sie nützliche Informationen rund um ein Produkt oder eine Dienstleistung erhält. B2B Unternehmen müssen Ihren Kunden auf Augenhöhe begegnen. Ein Grundmaß an Professionalität und Qualität beim Erstellen von Videos ist dazu Voraussetzung.

Was wird 2016 das Video Marketing dominieren?

Obwohl der Videokonsum online den Textkonsum überholt hat, werden die bisherigen Videos immer noch passiv konsumiert. „Interactive Video“ und „Storytelling“ sind deshalb 2016 die Stichwörter im Video Marketing. Unternehmen möchten zunehmend und kanalübergreifend mit ihrem Publikum interagieren. Da Konsum und Interaktion im Gegensatz zu TV bei Web Videos auf derselben Plattform erfolgen, bietet sich online eine optimale Gelegenheit, diese Aspekte miteinander zu kombinieren. Der Konsument nimmt eine aktive Rolle ein, während er das Video sieht. Bei Videos, die auf Storytelling basieren, kann der Zuschauer beispielsweise Einfluss auf die Geschichte des Videos nehmen. Die nötigen Funktionen dafür bieten Videoplattformen wie Youtube bereits an. Eine simple Geschichte mit einigen Entscheidungsmöglichkeiten kann schon mit kleinem Budget realisiert werden. Wenn man Video Marketing bereits erfolgreich betreibt, sollte man sich im Jahr 2016 zumindest mit Virtual Reality, 360 Grad Videos und Livevideo beschäftigen. Die Technologien sind, wenn auch sehr jung, bereits auf dem Markt. 2016 werden sie mehr und mehr in Businessanwendungen Einsatz finden und das Nutzererlebnis verbessern.

Wie aufwendig ist Video Marketing?

Heutzutage ist es jedem möglich, Videos zu drehen, zu schneiden und zu veröffentlichen. Die Ausrüstung und Software dafür ist in jeder Preisklasse erhältlich. Wer Videos als festes Bestandteil in das Content Marketing integrieren möchte, der kann intern Spezialisten einstellen, die sich um die Aufbereitung und den Dreh kümmern. Oder man beauftragt eine Agentur, die Videos gekonnt im Corporate Design erstellt und in das Marketing Mix integriert.

Warum ist Video Marketing heutzutage so effektiv?

Viele große Unternehmen haben es bereits verstanden: Will man die Emotionen seiner Kunden wecken, führt kein Weg an Video vorbei. Im Internet schießen die Videoaufrufe durch die Decke. Spots wie „Heimkommen“ von Edeka oder „Überraschung für Clara“ von Telekom sind nur zwei von vielen Beispielen. Bilder, Texte und Grafiken reichen aus, um den Großteil der Unternehmensinhalte zu präsentieren. Wer jedoch komplizierte Prozesse darstellen, ein Produkt erklären oder Emotionen beim Zuschauer wecken möchte, ist mit Videos besser beraten. Wir kennen den Spruch: „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.“ Videos bestehen aus tausenden von Einzelbildern. Dementsprechend kann viel mehr Information in ein Video gepackt werden, ohne dass es den Zuschauer überfordert. Wenn man ein Produkt oder eine Dienstleistung anbietet, die sehr facettenreich ist und bei dessen Anwendung viele unterschiedliche Aspekte berücksichtigt werden müssen, eignen sich Videos besonders zur Visualisierung. Internetnutzer sind es gewohnt, ihre geforderten Informationen schnell zu erhalten. Videos befriedigen diese Angewohnheit. Und die Nutzer schätzen das. Ob im Newsletter, in sozialen Netzwerken oder anderen Online Marketing Kanälen – Videos sind im Vergleich die beliebtesten Elemente im Netz.

Wie startet man mit Video Marketing?

Eine gut geplante Strategie entscheidet über Erfolg oder Misserfolg des Video Marketing. Sobald die Inhalte feststehen, geht es darum wie, wann und wo die Videos veröffentlichen werden. Vor allem Social Media hat die Art, wie Nutzer Videos konsumieren, geprägt. Es ist es ratsam, für eine Produktkampagne mehrere kürzere Videos in eine Serie zu verpacken. Kurze Statements können problemlos weiterverbreitet und von Konsumenten leicht wahrgenommen werden. Für Unternehmen gilt es, klare und kurze Botschaften für ihr Produkt zu verfassen und anschließend mit einer geeigneten Handlungsaufforderung auf weiterführende Informationen zu verweisen. Die empfohlene Dauer für solche Serienvideos beträgt zwischen 30 und 90 Sekunden.

Was ist eine der wichtigsten Kennzahlen im Video Marketing?

Plattformen wie Youtube und Facebook dokumentieren bereits die Leistung der Videos mit Messwerten und Berichten. Diese Analysen können Auskunft darüber geben, wer sich hinter dem Publikum verbirgt und wie die Nutzer mit den Videos interagieren. Der Aufruf des Videos allein ist nicht der Leistungswert, an dem man den Erfolg von Videos messen sollte. Eine hohe Zahl an Videoaufrufen mag gut für die Markenbildung und Werbung sein. Es wäre jedoch falsch, diese Zahl für eine vollständige Erfolgskontrolle der Kampagne heranzuziehen. Interaktionsraten, Wiedergabezeiten und die Anzahl von neuen Abonnements für den Channel sind weitaus aussagekräftiger. Zahlen lügen nicht. Es ist wichtig zu wissen, wann ein Video abgebrochen oder welcher Teil öfters angesehen wird. Wer aus diesen Analysedaten die richtigen Schlüsse zieht, kann auf dieser Basis weitere Videos optimieren.

Dennis Bürger

V.i.S.d.P.: HETTENBACH GMBH & CO KG WERBEAGENTUR GWA

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